Archiv für Januar, 2007


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Termin: Kölner Webmontag #8

Aufgrund der großen Nachfrage und positiven Resonanz gibt’s den nächsten Webmontag in Kölle schon in naher Zukunft, jedoch mit ausreichender Erholungsphase für die janzen Karnevalsjecken. Wenn ihr wollt und wenn ihr könnt: kommt am 05. März 2007 ab 19 Uhr in den Spielplatz inna Kölner Südstadt. Näheres erfahrt ihr im Wiki, dort könnt ihr euch auch in die Teilnehmerliste eintragen. CU there.

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Open Music Contest #3

Open Music Contest #3

Seit Dienstag läuft die Bewerbungsfrist für den Open Music Contest #3 des AStA Marburg. Dieser bundesweite Bandwettbewerb verfolgt über Musik das Ziel, in der Öffentlichkeit das Bewusstsein über urheber- und verwertungsrechtliche Konsequenzen der digitalen Informations-Ära zu schärfen. Bewerbungsende ist der 13. Februar 2007. Für die Teilnehmenden gibt es keine stilistischen Restriktionen, einzige „Auflage“ ist, dass sie ihre Bewerbungstitel werden unter eine Creative Commons Lizenz stellen. Das heißt, die Musik wird „frei“ und darf je nach gewählter Lizenz kopiert, verändert oder sogar kommerziell genutzt werden.

Neben der Unterstützung durch verschiedene Gruppen wie dem Chaos Computer Club, mp3.de, LinuxUser, LinuxTag, FoeBuD, netzpolitik.org und newthinking network steht der Wettbewerb in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von CC-Begründer Lawrence Lessig.

Tolles Konzept, wie ich finde. Bewusstsein schaffen in Verbindung mit Spaß und Musik. Solche Events tragen dazu bei, die CC-Lizenzen einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Ebenfalls wichtig finde ich, dass mal gezeigt wird, was jenseits von GEMA, Sony und DRM alles möglich ist. In diesem Sinne: MITMACHEN! Wenn’s dazu nicht reicht, dann kommt zumindest am 20. April zum Konzert nach Marburg bzw. am 12. April zum Konzert im Rahmen der re:publica nach Berlin. Don’t miss it! I’ll be there…

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Bam Bam Babylon Bajasch kummt en de Jäng

Yet another Video, out now on YouTube: Die Bajasch us Kölle hat im nördlichsten Stadtteil Kölns ein Video zu ihrem Track „Kumm en de Jäng“ gedreht. Hervorragender Stuff, Jungs!

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[Webmontag #7] in Köln

Am 22.01.2007 fand der 7. Kölner Webmontag statt, diesmal in einer neuen Location. Ich schätze, die Anzahl der Teilnehmenden hat mit angemeldeten 92 und über 100 Anwesenden wohl einen neuen Rekord erzielt.
Puh, auch das noch… Als wenn ich nicht schon nervös genug gewesen wäre. Dieses Event habe ich nämlich zum Anlass genommen, die Ergebnisse meiner Diplomarbeit mal in Form einer Präsentation vorzustellen. Nachdem René wie immer sehr souverän die Begrüßung vorgenommen hatte, war ich auch schon dran. Sobald ich den Link zum Video habe, werde ich ihn hier posten, dann könnt ihr euch selber ein Bild machen.

Als nächster hat Björn Schotte über Web2.0(In)Security und was wir dagegen tun können berichtet. Bei den Technics musste ich leider passen, ansonsten ein spannendes und vor allem wichtiges Thema. Um die „größte Sicherheitslücke, nämlich die VOR der Tastatur“ ein wenig zu schließen, empfiehlt er Chorizo. Achtung, das ist auch was für VegetarierInnen!

[…]

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Call me „Diplom-Informationswirtin“

Ganz unerwartet erreichte mich sogar noch im alten Jahr die frohe Kunde, dass meine Diplomarbeit „Creative Commons Lizenzen: Chancen und Risiken für das Management von Non-Governmental Organisations“ bereits bewertet und ich damit mein Studium noch vor meinem 30. Geburtstag abgeschlossen habe. Die ganze Mühe hat sich gelohnt, mit einer 1,3 bin ich höchstzufrieden. Nun möchte ich meinen LeserInnen das gute Stück natürlich nicht vorenthalten: Der Intention der Creative Commons folgend, stelle ich die Arbeit im Internet zur freien Verfügung bereit. Damit möchte ich einen Beitrag zur digitalen Allmende leisten und vor allem die notwendige Aufklärungsarbeit im Hinblick auf diese freien Lizenzen forcieren. Nach dem Klick gibt es ein kleines Abstract und die Arbeit als PDF zum Download. Die Verbreitung meiner Arbeit ist hiermit ausdrücklich erwünscht, über Kommentare, Anregungen, Rückfragen oder Jobangebote würde ich mich freuen.

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23C3-Nachlese Tag 4

Tag 4, also der Samstag, fing stark an, hat dann wieder nachgelassen und legte doch noch ein schönes Ende hin:

Ego Striptease – Ich zeig dir, wer du bist. Hier ging es primär um den Diskurs zwischen Anonymität und totaler Offenlegung der Privatsphäre. Warum geben wir soviel über uns preis? Flickr, Delicious, Blogs, Soziale Netzwerke wie StudiVZ, Xing oder MySpace ermöglichen ein Profiling, was nie so einfach zu erstellen war wie heute. Weiteres zum Inhalt schreibt z.B. futur.plom. Meiner Meinung nach geht es bei diesem Thema eindeutig um Medienkompetenz und das Bewusstsein, welche Daten ich über mich preisgeben WILL. Solange ich selbst bestimme, welche Daten für die Öffentlichkeit einsehbar sein sollen und mir obendrein auch bewusst ist, dass diese Daten im Zweifelsfalle auch gegen mich verwendet werden können, spricht nichts gegen diese Art des „Striptease“. Wenn ich allerdings in meinem Blog nur Saufgeschichten poste, könnte dies in einigen Jahren zu meinem Verhängnis werden: Meine zukünftige Chefin wird ggf. nicht besonders begeistert sein. Und was einmal im Netz veröffentlicht wurde, wird sich nie völlig aus den unendlichen Weiten der digitalen Welt eliminieren lassen. Mein Lieblingsfazit: Aufklärung und Bewusstsein erlangen und bei anderen schaffen! Außerdem: Besser zweimal überlegen, welche Datenkrake ich mit welchen wertvollen Daten füttere!

Auf in Saal 1 zum Podjournalism mit Bicyclemark.

Podjournalism mit Bicyclemark

Ein wunderbar unterhaltsamer Mensch, der hätte auch gut ins Abendprogramm gepasst. Thema sind hier die Unterschiede zwischen traditionellem (investigativem) Journalismus und dem Podcast-Journalismus. Ausgehend vom „Media Wasteland“ der 1990er Jahre wagt er einen Rundumschlag im Hinblick auf die zunehmend konsolidierte Medienlandschaft (siehe z.B. die Printmedienwüste in Köln (DuMont)). Er führt Begriffe wie Bullshit-Journalism (auf keinen Fall zu verwechseln mit Gonzo-Journalism sondern eher im Dunstkreis von Bullshit-Bingo anzusiedeln) und Sensationalism (TomKatCrazy etc.) an, die den qualitativen, investigativen Journalismus immer mehr ins Abseits drängen. Abhilfe schafft seiner Meinung nach der Podjournalism, also Pod- bzw. Videocasts on Demand nach journalistischer Manier und noch ne ordentliche Portion Blog dazu. Nähere Infos liefert z.B. der Beitrag bei uninformation. Ferner hat Bicyclemark sich des Öfteren über Wikipedia beschwert, wo der Eintrag „Podjournalism“ wohl bisher immer wieder verbannt wurde…

Danach kurz bei monochrom reingeschaut, dann aber doch ein kleines Art & Beauty chill-in/chill-out vorgezogen. Nachdem ich allerdings diesen Bericht gelesen habe, hab ich mich doch etwas geärgert. Naja, und dann plätscherte der Tag noch so dahin, keine Chance, die Zeit anzuhalten. Der Fnord-Jahresrückblick war n bisschen angestrengt witzig aber dennoch informativ, Culture Jamming war schön, vor allem die Lachse, die gegen den Strom laufen, und den krönenden Abschluss bildete dann die Closing Ceremony mit Tim Pritlove: 4200 Menschen haben den Kongress durch ihre aktive und passive Anwesenheit bereichert, alles lief friedlich, ohne „offizielle“ Polizeieinsätze und (hacker-)ethisch einwandfrei ab.

Mein Fazit über meinen ersten Chaos Communication Congress: Abgesehen von den teilweise überfüllten und stickigen Räumen fand ich die Organisation 1a. Der Preis von 80 Euro hat mich zunächst schockiert, nach Ende des Kongresses fand ich ihn aber durchaus gerechtfertigt. Für noch gerechtfertigter hätte ich allerdings einen StudentInnen-Rabatt befunden. Inhaltlich hatte das Programm auch für Nicht-Nerds einiges zu bieten, langweilig wurde es uns nie. Die Zeitplanung fand ich ebenfalls sehr angenehm, später Start und spätes Ende, dafür nicht so viele langgezogene Pausen zwischendurch. Allerdings ist bei uns das Networken ein bisschen zu kurz gekommen, da wir meistens von einem Vortrag zum nächsten geeilt sind. Im Vergleich zu der fast schon familiären Atmosphäre des Barcamps war die Veranstaltung dafür dann vielleicht doch ein wenig zu groß. Trotzdem: Im Dezember 2007 soll es wieder heißen: Same procedure as last year, Britta!

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23C3-Nachlese Tag 3

Unter anderem haben wir am Freitag den Opensearch Workshop besucht. Das Projekt Opensearch steckt noch mitten in der Entwicklung und soll eine kollaborative und dezentrale Peer-to-Peer-Suchmaschine nach Art von Yacy werden. Die Hauptverantwortlichen hatten es nur leider nicht nach Berlin geschafft, sodass ein improvisierter Vortrag nur an der Oberfläche des Themas kratzen konnte. Interessant war dann aber die anschließende Diskussion mit einem Entwickler von Yacy, der ein bisschen von deren State-of-the-Art plauderte. Er wies dann auch auf die verwirrende Namensgebung bei Opensearch hin: Die Amazon-Suchmaschine A9 bedient sich ebenfalls einer Technologie namens OpenSearch. Wenn das mal nicht die Anwälte auf den Plan ruft!

Als nächstes bildeten wir uns ein, mal was über Sicherheitslücken in Web 2.0 Anwendungen hören zu müssen: Subverting AJAX. Wir durften allerdings relativ schnell feststellen, dass unser Technikverständnis nicht in Ansätzen ausreichte, um dem Inhalt der Präsentation folgen zu können. Naja, dann gabs erst mal einen leckeren Kaffee und ne Club Mate in der geschmeidigen Art & Beauty Area. Frau gönnt sich ja sonst nix…

Weiter gings mit Mining Search Queries. Hier wurde das AOL-Datenfile auseinanderklamüsert und ausgewertet. Immer wieder erschreckend und unglaublich, dass AOL diese in ihren Augen anonymisierten Daten tatsächlich veröffentlicht hat. Ebenfalls unglaublich, nach welchen Begriffen manche Leute suchen. Neben vollen Namen, Adressen, Kreditkartennummern, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen, die Personen relativ eindeutig identifizieren, werden z.B. auch Anweisungen wie „I am a police officer I need a adress from 617 232 2425“ eingegeben! Das Internet, dein Freund und Helfer?! Der Vortrag endete dann auch mit dem Hinweis, eine so leichte Aggregation von persönlichen Daten durch entsprechendes Suchverhalten zu vermeiden.

Ein Highlight war mal wieder der Vortrag von Lawrence Lessig On Free, and the Differences between Culture and Code.

Lessig at 23C3

Der Anfang kam uns doch recht bekannt vor, die Mash-Up-Videos hatte er größtenteils schon im Sommer auf der Wizards of OS gezeigt. Auch hier tobte die Menge spätestens beim Jesus („I will survive any bus-crash“). Allerdings stieß der Vergleich des US-Urheberrechtssystem mit dem System der Sowjetunion nicht durchgängig auf Zustimmung: der Zwischenruf „Yankee, go home!“ muss hier wohl nicht näher kommentiert werden. Auf den Inhalt will ich hier nicht näher eingehen, es lohnt sich definitiv, das Video anzuschauen. Auch hier der Aufruf: Creative Commons und andere freie Lizenzen, wie die GPL, haben im Grunde die gleiche Intention. Wir sollten die kleinen Streitigkeiten nicht in der Öffentlichkeit austragen, sondern uns geschlossen für diese Freiheiten einsetzen. Unstimmigkeiten sollten dann doch lieber „quietly“ beim Bier diskutiert werden. Schade, dass er dabei Becks trinkt: dieses Bier verkörpert doch wohl eher das Gegenteil von Freiheit!

Als nächstes machte uns Udo Vetter darauf aufmerksam, dass wir das Recht zu schweigen haben. Hier ging es um Durchsuchung, Beschlagnahme, Vernehmung – Strategien für den Umgang mit Polizei und Staatsanwalt. Vetter hat eine angenehm trockene Art von Humor und hat die eine oder andere Anekdote aus seinem Anwaltsdasein zum Besten gegeben. Sehr witzig und unterhaltsam aber auch ebenso informativ, hier das Video. Ganz wichtig: Gib keine Passwörter raus! Du bist nicht verpflichtet, der Polizei dein Passwort mitzuteilen! Weitere Erkenntnis: Raubkopierer sind keine Verbrecher, das ist schon eine inhaltlich falsche Aussage: Verletzungen des Urheberrechts sind nämlich keine Verbrechen, sondern Vergehen. Darüber hinaus ist der Tatbestand des Raubes bei einer Verletzung des Urheberrechts ebensowenig erfüllt. Diese Kampagne lässt sich leicht als reine Panikmache entlarven!

So, zum Ende des Tages, es war ja mittlerweile 23 Uhr, wollten wir dann noch beim PowerPoint-Karaoke mitlachen. Das war jetzt aber nicht so wirklich witzig und wir haben uns geschafft und voller Input from the Acker gemacht.

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