Archiv für Juli, 2007


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Happy 10th Anniversary: Webmontag #10 in Köln

Zum zehnten Mal wurde in Köln ein Montag Abend dem Web 2.0 gewidmet: Im Spielplatz in der Kölner Südstadt kamen vorgestern 70 bis 80 Leute zusammen, um sich sage und schreibe 7 Kurzvorträge rund um das Internet in der Version 2.0 anzuschauen. Die Präsentationen waren diesmal ziemlich Marketing-lastig: 4 Web-Startups haben ihre Produkte bzw. neue Features vorgestellt, dazu gibt es im Wiki Videomitschnitte:

Townster (Social Local Search)
Mixxt (Eigenes Social Network in 10 Minuten, darüber läuft auch die aktuelle BarCamp Cologne Organisation)
Townkings (Local Real Life)
Konsumo (unabhängige Kaufberatung für Papa durch User Generated Content)

Dank der guten Koordination durch René sind diese Vorträge aber dann jeweils aufgefrischt worden durch 3 komplett unterschiedliche Themen:

Dominik Boecker vom AK VDS hat einen kurzen Überblick zur Vorratsdatenspeicherung gegeben. Das fand ich sehr gut, mal ein bisschen politisches Engagement von den Webmontaglern einzufordern. Nur mal ein kleiner Teaser von der VDS-Website, auf der es sich lohnt, weiterzulesen, zu denken und zu handeln – nicht nur für die Terroristinnen und Gefährder unter uns:

Nach Plänen von CDU, CSU und SPD soll ab 2008 nachvollziehbar werden, wer mit wem in den letzten sechs Monaten per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden oder das Internet genutzt hat. Bei Handy-Telefonaten und SMS soll auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten werden. Anonymisierungsdienste sollen verboten werden.

Mit Hilfe der über die gesamte Bevölkerung gespeicherten Daten können Bewegungsprofile erstellt, geschäftliche Kontakte rekonstruiert und Freundschaftsbeziehungen identifiziert werden. Auch Rückschlüsse auf den Inhalt der Kommunikation, auf persönliche Interessen und die Lebenssituation der Kommunizierenden werden möglich. Zugriff auf die Daten sollen Polizei, Staatsanwaltschaft, Nachrichtendienste und ausländische Staaten erhalten, die sich davon eine verbesserte Strafverfolgung versprechen.

M.eik Michalke hat das Konzept des Open Music Contests vorgestellt. Teilnahmebedingung für diesen Wettbewerb für aufstrebende KünstlerInnen ist die Lizenzierung ihrer Musikstück unter einer Creative Commons Lizenz. Darüber hatte ich hier schon öfter was geschrieben. Leider war kein CD-Player verfügbar, sonst hätten wir den Abend noch zu den Klängen des OMC-Doppel-Samplers ausklingen lassen können. Nochmal für alle zum Mitschreiben: Die OMC-Musik ist frei, so frei sogar, dass ihr sie legal von der OMC-Site herunterladen könnt und aufgerufen seid, die Stücke zu kopieren, weiterzugeben und auf euren Partys zu spielen. Ohne das die GEMA oder sonst wer euch dafür an den Pranger stellen bzw. zur Kasse bitten kann.

fukami hat dann aus seiner Reihe „Flash Security Basics“ – soweit ich das verstanden habe – ein Sicherheitsproblem in Flash („Register Globals the Flash Way“) besprochen, das sich zufällig an der Seite von townkings (nach Absprache mit diesen) verdeutlichen ließ. Leider blieb am Ende nicht mehr genügend Zeit für eine Live-Vorführung…

Alle Vortragenden haben sich erstaunlich gut an die vorgegebene Zeit gehalten und sich die Hinweise von René (noch 2 Minuten, noch 1 Minute, ENDE…) zu Herzen genommen. So blieb für den zweiten Teil des Abends viel Zeit für Diskussion und Austausch. Schön fand ich übrigens, dass viele Leute, die sich schon beim DevHouse verausgabt hatten, noch den Weg in die Südstadt auf sich genommen haben. Ebenfalls war überraschend, dass sich die Teilnehmerliste erst innerhalb der letzten zwei Wochen gefüllt hat. Wir hatten schon befürchtet, man nimmt uns die Terminverschiebung (und dann auch noch wegen Düsseldorf) übel ;) Ach ja, das hat mir übrigens selber die Möglichkeit eröffnet, zum Düsseldorfer Webmontag zu gehen. In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal! Kritik und Anregungen könnt ihr gerne hier oder ins Wiki posten, dort wird dann auch irgendwann der neue Termin für Ende September bekannt gegeben. Stay tuned!

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DevHouse Cologne

Am vergangenen Wochenende fand in Köln das erste DevHouse statt. Unter dem Motto „A party for hackers and thinkers“ trafen sich ca. 75 Leute in den Räumen von people interactive in den Spichernhöfen, um sich über die technischen Lücken und Tücken von Software und diesem Internet bzw. einfach über Programmierung und Coden an sich auszutauschen. Das Prinzip ist an das der BarCamps angelehnt, der Fokus liegt hier aber eher auf Entwicklungs- und Sicherheitsaspekten.

DevHouse Cologne

Zuerst hatte ich gedacht, dass ich nur mal kurz vorbeischaue und Guten Morgen sage, dann aber sicherlich nach ein, zwei Sessions schnell kapituliere, weil mir hier nur Fachchinesisch um die Ohren geworfen wird. Daraus wurde aber nix :)

Nach nem Kaffee und der üblichen Vorstellungsrunde ging es an die Vorschläge der Sessions. Adrien sprach mich an, ob ich nicht auch Lust hätte, etwas zu Creative Commons zu erzählen, da gäb es sicherlich Interessenten* im Publikum. Klar, warum nicht?! Also habe ich Abends beim Grillen mein schnuckeliges Notebook ausgepackt und ein wenig improvisiert zum Urheberrecht im Allgemeinen und CC im Besonderen erzählt. Das Ganze hat gefühlte zwei Stunden und einige Flaschen Bier gedauert und war eine schöne Mischung aus Vortrag, angeregter Diskussion und gemütlichem Pläuschchen. Es wurden sehr viele Fragen oder Anmerkungen bzgl. der rechtlichen Sicherheit bzw. des Vorgehens im Falle von Urheberrechtsverletzungen gestellt und verschiedenste Szenarien durchgespielt. Zusammenfassend ist für mich aber immer wieder wichtig, dass die Intention hinter den Lizenzen der freie Umgang mit kulturellen Werken ist, und nicht die Verfolgung jeder kleinen Verletzung der Lizenzen. Vor Missbrauch ist keine sicher, die Inhalte im Netz veröffentlicht, und die CC-Lizenzen sollen primär eine möglichst weite und uneingeschränkte Verbreitung unterstützen und erleichtern. Ich stimme aber definitiv zu, dass noch viele Fragen geklärt werden müssen, um die Akzeptanz der CC-Lizenzen weiter nach vorne zu bringen.

Natürlich habe ich auch einige andere Sessions besucht (XSS, MAC OS Programmierung, GPS-Daten in Google Maps oder Web APIs). Auch wenn mir das Coder-KnowHow fehlt, fand ich es für mich ganz erfrischend, mal über den Tellerrrand zu schauen. So kann ich die Dinge, die ich gehört habe zwar nicht praktisch umsetzen, weiß aber in etwa, was geht und wen ich im Falle eines Falles als Experten heranziehen kann.

Für mich stand vor allem das Networken im Vordergrund. Ich habe sehr viele nette und spannende Leute kennen gelernt und einfach die offene Atmosphäre genossen. Mein herzliches Dankeschön geht hiermit nochmal an teemow, dotdean, schoki, gernot, schorsch und hanna, an alle Vortragenden und neuen Bekanntschaften und natürlich an die freundlichen Gastgeber von people interactive. Hoffentlich gibt es in nicht allzu ferner Zukunft eine Fortsetzung!

Weitere Infos findet ihr im Wiki, bei Ipernity und the one who must not be named darüber hinaus ne Menge Fotos.

*Ich sage hier übrigens bewusst InteressentEN, denn die Frauenquote lag sogar unter denen der Barcamps oder Webmontage. Zu 70:5 ist wohl nicht mehr viel hinzuzufügen. Woran liegts?

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Des BarCamps neue Kleider…

Das BarCamp Cologne 2 bekommt zusammen mit mehreren anderen Camps ein schickes neues Logo. Die BarCamp-Bewegung hat nämlich Geburtstag, am 17./18./19. August dürfen schon zwei Kerzen ausgepustet werden. Unter dem Namen BarCampEarth werden an diesem Wochenende rund um den Globus BarCamps abgehalten.

BarCampEarth (formerly BarCampWorldwide) is a simultaneous compendium of Barcamps around the world to commemorate the anniversary of the first-ever BarCamp. This year’s event will take place Aug 17-19 around the world.

Das Kölner Logo wurde zu diesem Anlass an das BarCampEarth-Logo angepasst und soll nun anstatt des alten verbreitet werden. Also bitte: weitersagen!

via Franz. Sag mal Franz, war das eigentlich Zufall?!

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Was war nochmal dieses Internet?

Die Woche begann mit einem lustigen Video, in dem PolitikerInnen mit ihrem Wissen über IT und Internet glänzten. Ups, gleich zwei Lügen in einem Satz: Zum einen ist das Video nur auf den ersten Blick lustig und auf den zweiten eher erschreckend. Zum anderen kann hier von Wissen wirklich nicht die Rede sein, wohlwollend betrachtet ggf. von gefährlichem Halbwissen. Aber seht selbst:


Link: sevenload.com

Und eben diese Politiker hatten dann im Laufe der Woche einige Entscheidungen zu fällen, die sich direkt auf unsere Internet- und Computergewohnheiten auswirken.

Das Urheberrecht soll an das digitale Zeitalter angepasst werden. Schönes Vorhaben. Dass ist ja auch in unserem Interesse. Die Ergebnisse sind allerdings, wie erwartet, alles andere als erfreulich. Alles weitere dazu findet ihr im Überblick mit Pressespiegel sowie in den ausführlichen Hintergrundinfos bei Netzpolitik.

Heute hat dann der Bundesrat den so genannten Hacker-Paragraphen entgegen großer Bedenken von Experten durchgewunken. Problematisch an diesem Paragraphen (202c StgB) ist, dass die dadurch kriminalisierten „Hacker-Tools“ auch Systemadministratorinnen, Programmierern und Beratern dazu dienen, Netzwerke und Endgeräte auf Sicherheitslücken zu prüfen. In der Folge machen sich zukünftig Wissenschaftlerinnen und ITler beim Ausüben ihrer Tätigkeiten strafbar und können nur auf die Gunst der Richter hoffen. Presseüberblick ebenfalls bei Netzpolitik. Der Chaos Computer Club liefert gleich die passende Antwort darauf:

bluemchenwiese.jpg

Kurz gefasst lässt sich sagen, dass hier mal wieder Menschen über Dinge entscheiden, von denen sie keine Ahnung haben bzw. deren Auswirkungen sie garnicht beurteilen können. Und langsam wird der Ruf aus der Online-Welt nach Aufklärung und Bewusstseinswandel immer lauter. Unter anderen haben sich Gernot und Kai der Thematik bereits ausführlich angenommen, von Gernot kam heute sogar ein Vorschlag für eine entsprechende Initiative. Da wird bereits fleißig diskutiert, ich finde die Idee prinzipiell gut, aber sicher nicht so einfach umzusetzen. Deswegen gibts beim BarCamp Cologne 2 auf jeden Fall eine Session und viel Gesprächsbedarf zu diesem Thema.

Nach den ganzen deprimierenden Nachrichten hier noch ein erfrischend anderes Video zum Wochenende. Denn die Rettung aus dieser Misere kann wohl wieder nur aus Indien kommen. Und immer dran denken: Ein Browser ist ein Browser ist ein Browser. Alles klar?

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BarCamp Cologne 2: Länger und voller!

Juchu, dank QSC, einiger großzügiger Sponsoren und geduldiger Organisatoren können wir seit heute morgen die gute Kunde verbreiten:

Die Teilnehmerzahl für das zweite Kölner BarCamp wurde auf 225 hochgesetzt, also 75 Menschen mehr, die sich eines Platzes sicher sein dürfen. Damit ist die Warteliste schön geschrumpft, und einige der 70 Wartenden werden sicherlich auch noch einen Platz ergattern.

„In echt und draußen Campen“ aka Zelten wird es aus organisatorischen Gründen bei der Menge an Leute nicht geben, dafür kommen wir in den Genuss von Mitternachtssessions: Wir dürfen höchstwahrscheinlich bis 1 Uhr nachts (un-)konferieren!

Konkreteres wie immer bei Franz bzw. im Mixxt-Barcamp-Wiki.

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Stakeholder-Dialoge mit Creative Commons positiv lenken

Auch mein zweiter Artikel über Creative Commons Lizenzen im Wissensmanagement-Magazin liegt mir jetzt als PDF-Version vor. Im Magazin selber steht der Artikel nicht frei zur Verfügung, freundlicherweise darf ich in aber den LeserInnen meiner Website zum Downloaden und Lesen anbieten. Der Vollständigkeit halber hier noch mal beide Teile von uns für Euch.

Erster Teil: Creative Commons Lizenzen: Urheberrecht im digitalen Zeitalter (Ausgabe 03/07)

Zweiter Teil: Stakeholder-Dialoge mit Creative Commons Lizenzen positiv lenken (Ausgabe 04/07)

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