Archiv für November, 2007


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CC@5: Creative Commons feiert Geburtstag

Am Freitag, den 14.12. wird in der c-base in Berlin-Mitte gefeiert: fünf Jahre Creative Commons sind ein großartiger Anlass und der Eintritt ist frei (as in free beer). Der Geburtstag wird international an vielen Orten gefeiert, das eigentliche Datum ist der 15.12. In Berlin ist man seiner Zeit voraus und feiert deswegen quasi in den Geburtstag rein. So siehts aus:

CC@5

Und hier der informative Ankündigungstext:

„Fünf Jahre ist es her, da wurde in San Francisco ein Alternativmodell zum restriktiven Urheberrecht ins Leben gerufen. Die Idee: Eine Alternative bieten zum klassischen Urheberrecht/Copyright, die den heutigen Anforderungen von Netz, Kultur und Wissenschaft gerecht wird. Seither bietet Creative Commons als gemeinnützige Gesellschaft jedermann und umsonst die Möglichkeit, Werke freiheitlicher zu veröffentlichen und zu nutzen. Das Prinzip heißt „Share, Remix, Reuse – Legally“ und verwirklicht dieses Streben nach kultureller Freiheit auch auf einer rechtlichen Grundlage.

In diesen 5 Jahren ist Creative Commons rasant gewachsen. Seit 2004 ist das Engagement für freie Kultur international. Creative Commons Lizenzen werden heute in über 70 Ländern fortlaufend an die jeweiligen Rechtsysteme angepasst. Niemand hatte vor 5 Jahren in San Francisco damit gerechnet, dass diese Idee auf so breite Akzeptanz stoßen und solche Ausmaße annehmen würde.

Der fünfte Geburtstag der Creative Commons soll deshalb ein ganz besonderer werden und es ist der passende Anlass, um das bisher Erreichte, den Erfolg und die vielen Freiwilligen, die für ihn verantwortlich sind, gebührend zu feiern. Rund um den Globus finden aus diesem Grund am 15. Dezember Geburtstagspartys statt.

Berlin läutet bereits am 14. Dezember in der c-base (Rungestraße, Berlin-Mitte) das globale Party-Wochenende ein. Begonnen wird um 21:11 Uhr mit Vorträgen, Präsentationen und Diskussionen zum Thema (Details folgen in den nächsten Tagen). Gefeiert wird dann ab 23:32 Uhr mit Musik, DJs, Visuals und allem, was zu einer richtigen Geburtstagsparty dazugehört.“

Der Flyer steht unter einer CC BY-NC Lizenz (Design: Markus ‚Kosmar‘ Angermeier, White Label,
Yeah@WeAreWhiteLabel.com) mit ursprünglichem Foto von Stefan Kellner (CC BY-NC) und Karte von OpenStreetMap.org (CC BY-SA).

Entsprechende Kalendereinträge gibt es bei wevent und Upcoming.

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Wir sind viele: 13.000 gegen die Vorratsdatenspeicherung

Seit die Vorratsdatenspeicherung letzte Woche vom Bundestag beschlossen wurde, hat sich die Anzahl der KlägerInnen so gut wie verdoppelt. Laut der Pressemitteilung des AK VDS haben bereits 13.000 Menschen ihre Vollmacht zur Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung erteilt. Außerdem wurde die Frist für die Einreichung der Vollmacht nun verlängert bis zum 24.12., auf das noch viele weitere hinzukommen. Hier nochmal der Link zu Kai’s how-to, in dem er ausführlich beschreibt, wie einfach es ist, von seinen Bürgerrechten Gebrauch zu machen und sich einzumischen.

via netzpolitik

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Ahoi, Landratten: 1. Auflage des Piratenmagazins erschienen

Am Montag hat die Piratenpartei die erste Ausgabe ihres Piratenmagazins veröffentlicht. Auf 39 Seiten werden Themen wie Urheberrecht, RFID oder Filesharing behandelt und der Werdegang der Piratenpartei Deutschland sowie auf internationaler Ebene beschrieben. Hier gibts das Magazin zum Download als PDF. Die Inhalte stehen je nach Wunsch der jeweiligen AutorInnen unter einer Creative Commons Lizenz, deswegen ist nicht nur weitersagen sondern auch weitergeben ausdrücklich erwünscht.

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How to: Beschwerde gegen Vorratsdatenspeicherung

Es herrscht immernoch Unklarheit darüber, wie denn nun die Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung unterstützt werden kann. Eins vorweg: Ja, ihr müsst eine Vollmacht ausdrucken, unterschreiben und an den Berliner RA Starostik schicken, sprich einen Medienbruch in Kauf nehmen. Kai war so freundlich, ein ausführliches How-to zu verfassen und per CC-Lizenz zur Verfügung zu stellen:

Eigentlich weiß jeder was zu tun ist. Gründe gibt es genug, sich der Sammel-Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung anzuschließen. Gründe findet man ausreichend auch noch in einer fünfminütigen Info (Mehr Aufklärungsmaterial gibt es hier). ABER oft läuft dabei etwas schief, weil nämlich die zwingend erforderliche Vollmacht nicht ausgedruckt und verschickt wird. DARUM, damit bei dieser wichtigen Sache nichts schief läuft – hier eine Anleitung in 3 Schritten. So und nicht anders muss das gemacht werden. Also auf, die Zeit drängt, denn Registrierungen und Vollmachten werden nur noch bis zum 19.11.2007 (Poststempel) – also nächsten Montag – angenommen! Auf auf!!!

Schritt 1: Registrierung ausfüllen

Registrierungsformular
Das Registrierungsformular wird ausgefüllt und danach durch Klicken auf “Absenden” abgeschickt.

Die Registrierung enthält die Daten zur Verfassungsbeschwerde. Das Registrierungsformular findet man hier: http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/51/70/lang,de/. Das wird online ausgefüllt und dann per Klicken auf “Absenden” übermittelt. Die Daten, die für die Verfassungsbeschwerde benötigt werden, gehen dann beim Berliner Rechtsanwalt Meinhard Starostik ein. Damit Starostik die Verfassungsbeschwerde durchsetzen kann benötigt er aber aber das Vollmachtsformular, das es nach dem Abschicken der Registrierung zum Herunterladen gibt.

Schritt 2: Vollmacht ausdrucken und ausfüllen

Vollmachtsformular
Das Vollmachtsformular wird vollständig ausgefüllt und unterschrieben.

Die benötigte Vollmacht gibt es nach dem Abschicken der Registrierung zum Download als PDF- oder RTF-Dokument. Das lädt man herunter, druckt es auf dem Drucker aus und füllt dann alle erforderlichen Felder (im PDF auch direkt am Computer möglich) aus. Nicht vergessen; die Unterschrift!

Schritt 3: Eintüten und Abschicken

Vollmacht ausgefüllt
Die ausgefüllte Vollmacht kommt in den Briefumschlag und wird an Rechtsanwalt Meinhard Starostik geschickt. Frankieren nicht vergessen!

Danach liegt das ganze ungefähr wie oben dargestellt auf dem Tisch (oder wo auch immer). Das große Eckige kommt ins kleine Eckige. Wer so luxuriöse Briefumschläge mit Fenster besitzt, braucht den Brief nur noch frankieren und in den nächsten Briefkasten stecken. Wer kein Fenster im Umschlag hat, schreibt es eben drauf und steckt den fertig frankierten Briefumschlag ebenfalls in den nächsten Briefkasten. Alles bis zum 19. und man hat seinen Teil geleistet. Gekostet hat es nicht mehr als einen Briefumschlag, eine 55 Cent Briefmarke, etwas Druckertinte und einen Gang zum Briefkasten. Die Verfassungsbeschwerde kostet nichts (in Ziffern: 0), denn…

Das Gerichtsverfahren und Ihre Vertretung vor Gericht ist für Sie kostenfrei. Ihnen entstehen also keinerlei Gerichts-, Anwalts- oder sonstige Kosten. Dies gilt auch dann, wenn die Verfassungsbeschwerde keinen Erfolg haben sollte.

(Quelle: http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/51/70/)

Viel Erfolg beim Mitmachen! Jetzt handeln!

Text verfasst von Kai Uhlemeyer unter cc-by

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Privatsphäre sagt zum Abschied leise Servus

Bereits am Freiag hat der Bundesrat den umstrittenen Gesetzesentwurf zur Vorratsdatenspeicherung verabschiedet und bedarf nun noch der Unterschrift des Bundespräsidenten. Nach diesem Entwurf sind Telekommunikationsdienste ab 2008 verpflichtet, die Daten ihrer Kunden sechs Monate lang zu speichern. Festgehalten werden sollen Rufnummer sowie Beginn und Ende der Verbindung, Datum und Uhrzeit, bei Handy-Telefonaten und SMS auch der Standort des Benutzers. Ebenso werden neben Absender- und Empfängerdaten von E-Mails auch Internetverbindungen bevorratet. Der Zugriff auf diese Daten soll Polizei, Staatsanwaltschaft, Nachrichtendiensten und ausländische Staaten zuteil werden, die sich davon eine verbesserte Strafverfolgung und „Terrorbekämpfung“ versprechen. Dass aus diesen Daten komplette Persönlichkeits- und Bewegungsprofile erstellt werden können, ist wohl erst mal nebensächlicher Schmarrn, den wir alle aus Gründen der Sicherheit gerne in Kauf nehmen (müsssen).

An der Abstimmung beteiligten sich 524 von 613 Abgeordneten, 366 stimmten dafür (ausschließlich Abgeordnete aus CDU und SPD) und 156 dagegen (LINKE, Grüne, FDP sowie 7 SPDler und 4 CDUler). Eine detailierte Liste mit Namen und Stimmabgabe stellt der Bundestag bereit, in Farbe und bunt auch nochmal vom AK VDS.

Gegen diesen Gesetzentwurf regte sich viel Widerstand, wie z.B. bei der großen Demo „Freiheit statt Angst“ im September in Berlin, unter Datenschützern sowie innerhalb der „Generation Internet“ oder der Blogosphäre. Dennoch scheinen immer mehr oder immer noch zu viele nach dem Otto-Normal-Motto zu denken: „Ich mach doch nichts, die können von mir ruhig alles wissen, ich habe nichts zu verbergen, und wenn es der Terrorbekämpfung nützt…“ Wenn diese Menschen aber mal einen Moment verharren und den Gedanken zu Ende denken, kämen sie vielleicht selbst darauf, dass sie auch nicht vor den Augen und Ohren von Hinz oder Kunz über ihre letzte Liebesnacht schwärmen, über die bucklige Verwandtschaft herziehen oder den unangenehmen Fußpilz zur Schau tragen möchten.

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK VDS) ist in dieser Hinsicht die erste Anlaufstelle für überzeugte Befürworter informationeller Selbstbestimmung und derer, die es werden möchten. Hier werden Informationen zusammengetragen, über Aktionen und Gesetzesanänderunge wird berichtet und zum Mitmachen aufgerufen. Der AK VDS sieht in der zwangsweisen Totalprotokollierung unserer Telekommunikation einen eklatanter Verstoß gegen das Fernmeldegeheimnis und das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung und wird vor dem Bundesverfassungsgericht Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz einlegen. Ich habe diese Klage bereits unterschrieben, es ist ganz einfach! 7.000 weitere Personen haben es auch ebenfalls getan. Herr Schäuble lässt sich dadurch indes nicht beeindrucken.

Als Lektüre zum Thema empfehle ich die Pressemitteilung des AK VDS sowie den ausführlichen Nachrichtenüberblick bei netzpolitik.org. Dort in den Kommentaren fand sich ein Hinweis für die Demo „Freiheit ist Sicherheit“ am 24.11. in Köln, den ich hier gerne weitergebe:

Demo in Köln

Update: Gerade erst bei Kai gesehen: Stiller Protest zum Mitmachen: Anlässlich der Beerdigung der alten Bekannten „Freiheit“ sollten wir eine Schweigeminute einlegen:

Original bei Ipernity von kcu unter CC-BY-NC-SA

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Berlin ist immer eine Reise wert…

Das war der Titel der Postkarte, die ich vor gefühlten 20 Jahren, von meinem ersten Berlinbesuch aus an eine Freundin nach Westdeutschland geschickt habe. Und heute ist dieser Titel wieder so aktuell wie damals: heute geht es looOos! Gleich zwei große und viele kleine Events stehen vor der Tür.

Von Freitag Abend bis Sonntag Abend findet das zweite Berliner BarCamp/PodCamp statt. Nachdem das erste BarCamp Deutschlands ebenfalls in Berlin stattfand bin ich nun sehr gespannt auf dessen Fortsetzung. Es haben sich 500 TeilnehmerInnen angemeldet, es kommen viele internationale Gäste und inhaltlich verspricht es ebenfalls mal wieder großartig zu werden. Die Organisatoren haben sich ganz schön ins Zeug gelegt, ganz zu schweigen von den Sponsoren, ohne die die ganze Angelegenheit garnicht möglich wäre.

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Die Infrastruktur für die Planung wurde erneut von mixxt zur Verfügung gestellt, die sich ja bereits für die Barcamps in Köln und München bewährt haben. Wer nicht live vor Ort sein kann, wird verschiedene Möglichkeiten haben, das ganze Geschehen zu hause vor den Bildschirmen zu verfolgen. Alle Infos, Aufzeichnungen und Feedback sowie ein Mash-up findet ihr auf der BarCamp-Plattform.

Hier also schonmal 2 Tage – und vermutlich auch Nächte – volles Programm und am Sonntag abend gibts zum Ausklang eine pl0gbar mit überregionalem Charakter.

Am Montag geht es dann direkt weiter mit der Web 2.0 Expo, „the place to learn, network, and engage in the European Web 2.0 community“…

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.. und der Web2Open:

Web2Open consists of three major elements on Tuesday through Thursday:

  • Open Grid Sessions: Delegates propose a topic for a talk they would like to give, and they show up and deliver the talk at their selected time. Open Sessions can be scheduled onsite.
  • Pre-Scheduled Open Speaker Sessions: Topics pre-scheduled in advance and given by delegates.
  • BoFs (Birds of a Feather sessions): Informal discussion groups on a particular topic, suggested and run by delegates. These differ from Open Sessions in that there is no formal presentation, only a discussion among those who show up. BoFs may be scheduled in advance or onsite.

Im Rahmen dieser Veranstaltung finden weitere Events wie Dinners oder Lunches statt, wevent gibt freudig Auskunft über die Termine. Verschafft euch am besten selber ein Bild, schaut live vorbei und macht mit! Das wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine aufregende, spannende und erfreuliche Woche. Stay tuned, demnächst mehr in diesem Blogeather.

Eine Übersicht der verschiedenen Events findet ihr übrigens bei Cordobo, eine Google-Map mit allen Locations hier.

Ein Kommentar

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