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Und wie geht’s weiter?

Ich ärgere mich schon seit längerem, dass ich hier schon seit noch längerem nichts mehr geschrieben habe. Die Ausrede, dass die Zeit fehlt, ist ziemlich faul. Ich nutze Twitter, Identi.ca und Soup.io regelmäßig, teile Artikel im Google Reader, ein paar Leuten sage ich auch per Foursquare, wo ich mich gerade so herumtreibe. Die Soup importiere in in Facebook, weil da einige Leute drin sind, die nichts von diesem richtigen Internet wissen und trotzdem mitbekommen sollen, was bei mir so geht.

Je größer die Zeitlücke zum letzten Posting hier wird, desto mehr steigt der Druck, was wirklich Relevantes als zu schreiben. Und dann hat ja immer jemand anders dieses wirklich Relevante schon vor mir geschrieben. Und dann klicke ich mich doch nur wieder durch KlickstreckenSoups und Tweets und Blogposts anderer Leute, anstatt selber aktiv zu werden.

Eine Lösung wäre, hier mehr auf Schnipselchen zu setzen, die ich normalerweise an die Soup schicke. Also mein Blog viel öfter auch als Tumblelog zu nutzen, vielleicht sogar als Mircoblog. (BTW: Dürfen heutzutage „richtige“ Blogposts noch aus weniger als 140 Zeichen bestehen?) Ganz klarer Vorteil: dann habe ich viel mehr unter einem – meinem eigenen – Dach. Und nicht das Problem der sterbenden Dienste, die meinen Content mit ins Grab nehmen. Der Nachteil: Mehr Rauschen.

Nun gut, der erste Schritt ist getan und interessanterweise sind mir während des Schreibens schon vier neue Themen eingefallen, die ich hier veröffentlichen kann (und muss). Auf die guten Vorsätze!

Ein Dank geht raus an thornet für die vielen guten Diskussionen zum Thema und den Motivationsschub durch ihre letzten Beiträge. Hatte ich bereits erwähnt, dass die Mülleimer oft zu klein sind?

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2 Kommentare zu “Und wie geht’s weiter?”

  1. sascha am 14. Aug. 2010 um 07:28

    das kenn ich, ich hab nur auch das gefühl so oft, dass dies und jenes thema es nicht wert ist darüber ausführlich zu berichten – zu bloggen – wie früher – weil es, wenn ich es schaffe schon wieder alt ist.
    dann hat sich glaube ich unser aller kommunikationsverhalten durch twitter und facebook z. B. geändert. es ist mehr aber kürzer und kurzweiliger. bloggen tue ich eher aus technischen gründen ja lieber mit/über/bei posterous als in mein altes wordpress blog, dass schon ein jahr stumm ist, jetzt. aber das thema „backup“ ist natürlich nicht zu unterschätzen, grade wo posterous jetzt mehrfach attackiert wurde :(
    ich hab ca 6-10 verschiedene posterous-blogs, die meisten davon sind nicht public sondern nur für family und freunde aus dem „anderen leben“ – dort lade ich oft bilder hoch und schreibe auch schonmal was so im alltag passiert, per mail dann halt weil posterous und weil einfach. damit will ich nicht die öffentlichkeit nerven und teilweise geht es sie auch nichts an. ich frage mich aber auch, gibt es den konsumenten bzw abonennten noch, der meine alten einträge vermisst? oder sind all die leser von damals auch so drauf wie ich heute, was das konsumieren von artikeln angeht? kaum jemand kommentiert noch, weder bilder, noch blogposts. und darauf kam es doch auch mal an, eine diskussion loszutreten und meinungen auszutauschen, eben nicht nur seine eigene zu vermitteln… da verliert man auch die motivation zu schreiben, oder?

    bei posterous kommt ab und zu mal was als antwort, und ich hab den eindruck, das auch nur weil man sich a per facebook einloggen kann (oder schon eingeloggt ist) und b weils auch per mail gehr (kleine hürde). aber der wille zu kommentieren hängt wohl weniger an technischen hürden…

    replies bei twitter oder facebook gibts auch eher in meinem netzwerk.

    nicht falsch verstehen, ich will dich mit meinem gefasel hier nicht demotivieren und vom bloggen abhalten, im gegenteil. wollte nur aufzeigen, dass ich dieses gefühl kenne und hab laut gedacht :)

  2. nicole am 14. Aug. 2010 um 20:26

    keine sorge, du demotivierst mich nicht. eher im gegenteil. gerade um mal wieder aus diesem facebook, twitter, posterous-sumpf nach draußen zu gelangen möchte ich *mein* blog (re:backup) reanimieren — und da kann jeder weitere oder nochmalgedachte gedanke nur hilfreich sein.

    das kenn ich, ich hab nur auch das gefühl so oft, dass dies und jenes thema es nicht wert ist darüber ausführlich zu berichten – zu bloggen – wie früher – weil es, wenn ich es schaffe schon wieder alt ist.

    hier will ich versuchen, einfach mal drüber hinweg zu sehen. thema veraltet — na und? vielleicht beleuchte ich einen neuen aspekt, außerdem kann ich mich eben nur dann öffentlich zu einem thema positionieren, wenn ich es auch anspreche, und wenn es nur retrospektiv ist. und gaaaanz wenige meiner gaaaanz wenigen leserInnen lesen vielleicht garkeine anderen blogs und freuen sich über ein paar informationen hier.

    zum kommentieren und diskutieren: richtige, tiefgehende diskussionen per twitter finde ich indiskutabel. dort diskussionen anzustoßen, ja. und dann aber bitte ausführlich weiter im eigenen blog. das wäre toll. kommentieren im allgemeinen wird gefühlt wirklich weniger, vielleicht ist es auch hier das gefühl: hat doch ein anderer schon gesagt, warum soll ich meinen sempf noch dazu geben. und wenn sich alle einig sind, oder so tun, als wären sie sich einig und sich im eigenen saft bepuscheln, dann gibts eben nix zu kommentieren. generation like-button.

    die guten vorsätze für heute habe ich leider noch nicht in die tat umgesetzt, aber morgen, morgen gibt es bestimmt einen neuen blogpost hier.

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