Archiv für März, 2012


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Wikimedia Conference in Berlin

Ich habe gerade kaum Zeit, meinen Iron-Blogger-Soll zu erfüllen, wegen Internet. Genauer: Wikimedia Conference, 29. März bis 1. April 2012 in Berlin; Wikimedia Deutschland ist Gastgeber, und ich Head of Shoulders der Veranstaltungsorganisation. Das ist jetzt schon meine dritte #wmcon, Routine stellt sich noch lange nicht ein.

Die Teilnehmer_innen (gut 20% weiblich; nur 10% vegetarisch) kommen aus 40 Ländern, jedes Wikimedia Chapters entsendet 2 Vertreter, Mitarbeiter und Board of Trustees der Wikimedia Foundation sind dabei sowie freiwillige Helfer und WMDE-MitarbeiterInnen.

Kurze Teaser zu den wichtigsten Themen:

Eine Dokumentation der gesamten Verantaltung findet sich im MetaWiki, auf twitter kann man mitlesen, auf Commons (bald) mitschauen. Am Sonntag geht es weiter mit einem BarCamp und vielen weiteren Themen rund um die schöne Welt des Freien Wissens. Gute Nacht!

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Komödie ist Tragödie plus Zeit

Komödie ist Tragödie plus Zeit — Woody Allen.

Von Twitter-Followern bei einem Zu-Zweit-Date überrannt werden, zum Beispiel. Können wir jetzt drüber lachen.

Jetzt.

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Gott

Beim Umzug überlegt, Plattenspieler, Tapedeck und CD-Player abzuschaffen. Dann aber aus Gründen – Plattenspieler: Schätze. CD-Player: Oldschool. Tapedeck: Liebeserklärungen in Form von Mixtapes – doch behalten. Höre mich jetzt durch die alten Sachen. Gerade: Das Ich.

Katholisch erzogen. Kommunion, Firmung, Hostien, Messe, Pastor, alles. War früher normal, gab nur den einen Gott, nichts davor oder dahinter und vor allem nichts daneben.

Dann hat mir jemand die „Gottespest“ in die Hand gedrückt. Zum ersten Mal reflektiert. Ohne Worte. Dann erstmal Ruhe, in mir wuchs nach und nach Unbehagen. Seit ein paar Jahren und längst überfällig endlich aus der Kirche ausgetreten.

Ganz selten gibt es noch Zwangskirchenbesuche. Mit jedem Mal wird mir klarer, wie unfassbar gruselig und menschenverachtend der ganze Zirkus ist. In welchem Jahrtausend leben wir eigentlich?

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Jacques Palminger – Die Keynote der Herzen

Ich kopiere hier mal den aktuellen Nobistor-Newsletter hin. Ich müsste das eigentlich mit jedem einzelnen machen, weil das ist der beste Newsletter der Welt, direkt aus der Stadt mit der Elbphilharmonie der Herzen, dem Golden Pudel Club. Aber heute ganz besonders:

Jacques Palminger & das 440 Hz Trio: „Jazz & Lyrik“

Heute als Livestream direkt aus Hamburg

Es geht los. Die Lichter im Saal gehen bald aus. Jetzt wird es nur noch wenige Minuten dauern, bis CEO Jacques Palminger die Geheimnisse dieses Events lüften wird. Mann, wird das spannend – hoffentlich.

Kommt seine neue Platte wirklich mit doppeltem 64 GagByte-Speicher um die Ecke? Wieviel wird sie wiegen? Wie hell kann man die Songs machen? Hat er wirklich mit 440Hz gearbeitet? Die Gerüchteküche brodelt, da ist ja im Netz ordentlich was um die Ecke geleakt.

19:03 Uhr

Jacques Palminger ist auf der Bühne. Gut sieht er aus. Ganz anders, als man ihn aus dem Radio kennt. Er unterstreicht die Bedeutung seiner neuen Band als „positive Bejahung aller Worte und aller Töne“.

19:06 Uhr

Palminger berichtet über 35.282 erschienene Jazz und Lyrik-Platten weltweit. Und mit seiner, das maße er sich an, werde er ein ganzes Genre auf das nächst höhere Niveau heben. Frech!

19:09 Uhr

Als nächstes Thema spricht der privat Fallobst liebende Palminger über die Sprachsteuerung seiner Entwicklung. Es werden Beispiele von Reimen und Nichtreimen abgespielt – nicht nur in deutscher Sprache. Alle aus Human Mouths!

19:23 Uhr

Jetzt der Papp Store von Palminger. Derzeit mit rund 585.000 Papps und über 250 Milliarden Kartons gut gefüllt. Hat sein neues Album aber nicht beinflusst, lacht er.

19:23 Uhr

Jetzt endlich enthüllt er sie. Gelblich sieht sie von hier aus. Mit Word Button und Content-Display!

19:26 Uhr

20 x 156 Bildpunkte – mehr als ein TV mit HD-Auflösung, wenn er aus ist.

19:27 Uhr

A5X-SoC! Die Platte hat vier Ecken – Quadcore!

19:30 Uhr

Jetzt das Highlight der Präse: Die Platte ist eingespielt von echten Live-Personen. Genial. Jacques Palminger schießt wie immer den Vogel aus der Dachrinne.

19:40 Uhr

Erhältlich ab heute – weltweit! Mit Songs in höchstmöglichem metaphysisch menschlich-musikalischen Austausch. Palminger eben. Top-Performance.

20:15 Uhr

Und jetzt kommen die Hämmer stakkato: Multitouching der Band live möglich. Personal Windy auch: Man bläst auf das Cover und der Staub fliegt von alleine weg. Klare messerscharfe Sicht!

20:20 Uhr

Irritierend: Die neue Platte heißt anscheinend „Jacques Palminger & das 440 Hz Trio: Jazz & Lyrik“ und iPad 3 wird weiterhin iPad 3 heißen. Bis jetzt zumindest. Naja. Hat ja auch nix miteinander zu tun.

20:24 Uhr

Das war die Show. Jacques Palminger verlässt die Bühne. Tosender Applaus der Worte- und Musik-Nerds. Grandios. Man fühlt sich, als wäre man selber auch sowas wie Jazzer oder Lyriker. Das schafft nur einer.

Die neue Jacques Palminger mit dem 440 Hz Trio: Richard von der Schulenburg (Klavier), Raphael Burgess (Bass), Olve Strelow (Schlagzeug).

Hier für unter 479.- Euro:

www.shop.hanseplatte.com/suche/palminger/

Reinhören:

http://soundcloud.com/staatsakt/es-ist-mein-leben

 

Und – heute wiederentdeckt und wiedergehacht: Erobique & Jacques Palminger (feat. Barbara Stützel) – Wann strahlst du? 

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