Archiv der Kategorie: 'Kultur'


Iron Sky: 2018 kommen die Nazis zurück

Nach dem Erfolg ihres ersten Films Star Wreck (richtig erkannt: eine Parodie auf Star Trek) haben die finnischen Macher nun einen ersten Trailer des Nachfolgers Iron Sky veröffentlicht.

Die Story hört sich schön obskur an: 1945 flogen die Nazis zum Mond. 2018 kehren sie zurück. Aber seht selbst:

Dazu aus der Pressemitteilung:

Iron Sky will be the second film by the creators of Star Wreck, the most popular Internet feature film of all time, as well as the most popular Finnish film ever. Over 8 million people have downloaded Star Wreck since its free Internet release in 2005. The film was eventually distributed by Universal Pictures as a premium DVD.

Iron Sky is a pitch-black science fiction comedy that holds nothing sacred. It combines the dry irony of Dr. Strangelove with the visual style of invasion films such as Independence Day. Finns are known for their dark wit, perhaps due to their history successively under the oppressive thumb of Sweden, Russia, and the Nazis. Star Wreck repeatedly skewered Russia (and was wildly successful there), and Iron Sky continues in the same vein of mocking totalitarianism.

Hört sich vielversprechend an. Noch schöner: Der Film lebt von der Kollaboration der Community und wird unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht. Ich schließe mich da mal Markus Vermutung an: „Das scheint das bisher grösste Open-Movie Projekt zu werden.“ Cool!

Iron Sky

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FREE BEER macht sich schön für die re:publica

Letzte Woche Samstag haben wir (mit Unterstützung von zeitgeisty.cc, newthinking communications und Creative Commons) es endlich geschafft, unser Vorhaben, in Deutschland auch mal ein FREE BEER zu brauen, in die Tat umzusetzen. In der Hausbrauerei Hops & Barley in Berlin Friedrichshain ging es ab mittags nach dem Motto „free as in free beer“ zur Sache. Obwohl wir eine für Berliner Wochenend-Verhältnisse recht frühe Uhrzeit angesetzt hatten, waren ca. 30 Leute vor Ort um zu sehen und zu hören, was es denn nun mit dem Bierbrauen im Allgemeinen und mit dem FREE BEER im Besonderen so auf sich hat.

Nach der Begrüßung durch Michelle Thorne von Creative Commons International und mich (im Namen von zeitgeisty.cc) hat Philipp, der Braumeister des Hops & Barley, eine kleine Einführung in die Kunst des Bierbrauens gegeben. Normalerweise wird ja in Deutschland nach dem Reinheitsgebot (an unser Bier lassen wir nur Wasser, Hopfen, Malz und Hefe) gebraut, beim FREE BEER kommt allerdings mit dem Guarana noch eine weitere Zutat hinzu. Eigentlich hätten es Guarana-Bohnen sein sollen, die waren aber in ganz Berlin nicht aufzutreiben, weswegen wir dann auf Pulver ausweichen mussten (wer weiß, wo man Bohnen bekommt, möge uns bitte mal einen Hinweis geben!).

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bild 1 von antischokke unter CC, bild 2 von kcu unter CC

Unser Rezept orientiert sich an den Versionen 1.0 und 3.0, allerdings befand Philipp eine Malzsorte für austauschbar und einzelne Temperaturen für variabel. Somit haben wir die Freiheit der Creative Commons Lizenz ausgenutzt und nach dem Share Alike-Prinzip eine neue Version des FREE BEER erschaffen, Version 3.5! In Kürze werden wir dieses Rezept natürlich auch online veröffentlichen. Die verschiedenen Versionsnummern resultieren übrigens aus der fortschreitenden Verbesserung der Rezepte, ähnlich wie bei Software werden mit jeder Version einzelne Fehler bzw. Bugs behoben.

Nach der praktischen Vorführung der Mischung von Malz und Wasser im Braukessel wurde dann noch ein wenig über die Entstehung der FREE BEER-Idee, Freie Software und Creative Commons geplaudert. Ich sage bewußt nicht „vorgetragen“, es war eher eine gemütliche und entspannte Runde mit Fragen und Antworten aus dem Publikum. Ganz spontan philosophierte dann noch jemand über die Kulturgeschichte des Bieres. Zur Fußballzeit wechselte langsam das Publikum, die ersten brauchten wahrscheinlich einen Mittagsschlaf, denn zum leckeren, selbstgebrauten Hellen und Dunklen bzw. dem Cider aus den Zapfhähnen konnte in so einer Atmosphäre kaum jemand Nein sagen.

Der Brauvorgang an sich dauerte den ganzen Tag, es wurde noch Hopfen, Hefe und Guarana dazugegeben und so gab es zwischendurch immer wieder etwas zu sehen, zu fragen und zu trinken :) Ein paar Leute, die sich zwischendurch an den Fensterscheiben die Nase plattgedrückt haben, waren übrigens irritiert, dass es sich bei der Ankündigung von FREE BEER nicht um Freibier handelte. Größere Ausschreitungen und Massenplünderungen konnten aber verhindert werden. Später wurde das Bier im Keller in den Gärtank abgefüllt und dort gärt und lagert es dann glücklich bis an sein Ende. Ihr alle habt die Chance, bei diesem Ende dabei zu sein: im Rahmen der re:publica dürfen wir, ebenfalls in Anwesenheit des Braumeisters, endlich in den Genuss des FREE BEER in Version 3.5 kommen!

Neben der Ankündigung bei Creative Commons und FreeBeer.org hat sogar die Süddeutsche jemanden vorbeigeschickt, um über die Brauaktion zu berichten. Dabei ist (abgesehen von kleinen Fehlern) ein ganz netter Artikel Computernerds: Zwischen Freiheit und Freibier herausgekommen:

Open Source, Free Software, Creative Commons – was genau hinter diesen Begriffen steckt, wissen nur wenige. Digitale Freiheitskämpfer wollen das ändern: Mit der Hilfe von Bier. Aber auch das ist nicht ganz einfach.

Das war eine wunderbare Aktion, die sicherlich nicht die letzte dieser Art bleiben wird. Es hat Spaß gemacht, vielen Dank!

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20.000 Jahre Studio Braun

Hab ich mir selber zu Weihnachten geschenkt: Die Jubiläums-CD der Telefonterrorbande meines Vertrauens: „20.000 Jahre Studio Braun„. Die Bigstyler Rocko „Bims“ Schamoni, Jacques „Ferdie“ Palminger und Heinz „Dose“ Strunk machen so richtig Bodytumolto, diesmal nicht nur zum Hören sondern auch zum Sehen. Ein Potpouri der guten Laune für „coole urbane szenige Leute, die ihren Intellekt zusammen haben“ (Zitat Heinzer). Vom Direktmarketing Binger gibts hier auch den geilen Clip:

Geht am besten sofort zum Haushaltsportemonaie und steckt das Geld in einen Umschlag nach Hamburg.

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CC und OMC bei arte

Am 02.06. hat das arte-Magazin Metropolis einen Beitrag zu Freier Kultur und Urheberrecht gebracht. Im Namen des Schöpfers

Noch was: Den Titel Im Namen des Schöpfers trägt übrigens auch ein Artikel von Matthias Spielkamp über Cay Wesnigk (brandeins 03/2007), den ich ebenfalls als lesenswert einstufen würde.Noch noch was: Zusammen mit Meik Michalke habe ich übrigens die „Creative Commons User Group Rhein Ruhr“ ins Leben gerufen, die sich immer wieder über Interessierte freut. Falls ihr Ideen zu Creative Commons habt, Fragen, Feedback oder Informationen loswerden möchtet, meldet euch einfach bei mir!

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Unter: Creative Commons, Kultur, Musik     4 Kommentare     

Out now: OMC-Sampler ist Online!

Die ersten CD-Exemplare wurden auf der re:publica verteilt, seit heute steht der komplette Sampler des Open Music Contest #3 zum Download bereit. 37 Stücke, allesamt CC-lizenziert, samt Booklet warten darauf, heruntergeladen, kopiert, weitergegeben und teilweise auch geremixt und natürlich genossen zu werden. Thank you for sharing the music and spreading the message!

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OMC-Konzert in Marburg

Am Freitag fand in Marburg im Rahmen der Asta-Ersti-Party das Konzert zum Open Music Contest statt. Sieben Bands, die auf dem Sampler vertreten sind, bekamen hier die Chance, vor einem größeren Publikum aus mehreren Tausend Leute zu spielen. Teilnahmebedingung für den Contest war, dass die eingesandten Stücke unter einer Creative Commons Lizenz zur Verfügung gestellt werden. Vor diesem Hintergrund sollte vor dem Konzert ein Workshop zu Urheberrecht und CC stattfinden, in dem Jenny-Louise Becker und ich jeweils kurz in die Thematik einführen und die MusikerInnen und andere Interessierte Gelegenheit bekommen, sich über diese freie Rechtegestaltung zu informieren. Leider wurde die Ankündigung nicht früh genug publik gemacht und wir haben kaum die Werbetrommel gerührt, und so war von den Bands niemand zum Workshop erschienen. Als „Ehrengäste“ waren allerdings Martin, der Klassensprecher von JAMMIN*INC, den ich auf der re:publica leider verpasst hatte, und ihr Bassist Kordian am Start, und so haben wir uns im kleinen Kreis zum Thema ausgetauscht. An dieser Stelle sei nochmal auf diese Band verwiesen, die sich in Ihrer Öffentlichkeitsarbeit sowie in ihren Texten ganz deutlich für eine freie Lizenzierung ausspricht. Ich würde sie als ein Paradebeispiel für den erfolgreichen Einsatz der CC-Lizenzen bezeichnen und bin gespannt, wie ihre Erfolgsgeschichte weitergeht.

Vielen Dank an den Asta und die OMC-VeranstalterInnen, die Verpflegung war ausgezeichnet und das Konzert- und Partyprogramm eine ausgewogene Mischung. Es war rappelvoll und auf vier Areas wurde gerockt. Außerdem wurde der gesamte Contest samt der Konzerte per Kamera und Mikro dokumentiert, und sobald das Video fertig ist, gibt es hier natürlich den Direktlink.

Meine Folien soll es aber dennoch zum downloaden geben, und hier sei ganz eindringlich auf die Publikation Sounds Right (PDF) von Jenny zum Urheberrecht in der Musikszene verwiesen.

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Konzert auf der re:publica

Bevor ich dazu komme, inhaltlich über die re:publica zu bloggen, muss ich erst mal ein großes Lob an die musikalischen Beschaller von gestern abend loswerden:

Zunächst stand Toni Mahoni samt Band auf der Bühne und hat uns unter dem Motto „allet is eins“ mental von Dingen wie „diesem Internet“ befreit. Dafür gabs Ausflüge in die Realtität der schönen Dinge wie Kaffe (mit kurzem „e“), Beziehung, Tauben, Brandenburg oder Zigaretten. Mir persönlich hat neben der grundsympathischen Ausstrahlung des Frontmannes und seiner Kapelle auch der leicht ironische aber vor allem zum Denken anregende Beiklang seiner Songs gefallen. Als Vegetarierin hab ich ja eh nix zu lachen, aber immerhin kauft Toni sein Fleisch mal beim Biobauern vom glücklichen Schwein. Außerdem sollten wir alle seinem Aufruf folgen und die Ketten boykottieren und auch mal beim kleinen Buchhändler nebenan unser nächstes Buch oder beim Gemüsestand um die Ecke unser Obst und Jemös kaufen. Alles in Allem eine runde Sache, schön, meinen Lieblings-Videocaster auch mal live zu sehen. Aber beim Abgang hat er garnicht „rinnjehaun“ jesagt, oda?

Danach kamen dann JAMMIN*INC aus Braunschweig. Hey, diese Band müßt ihr kennenlernen. Und das schöne ist: Das ist soooo einfach. Die Jungs, 13 an der Zahl, haben den Mehrwert freier Musik erkannt und veröffentlichen ihre Stücke Creative Commons lizenziert im Netz. Ihr könnt ihre Songs frei downloaden, probehören, kopieren, weitergeben, remixen und natürlich auf eigenen Partys spielen, solange ihr sie nicht zu kommerziellen Zwecken verwendet. Frei nach ihrem Motto: „Gemafrei und Spass dabei“. Musikalisch schwimmen sie in einem Meer aus HipHop, Reggae, Punk und Ska und rocken auf der Bühne ohne Ende und ohne Kompromisse. Ihr Album „Mit Anlauf“ haben sie im Publikum verteilt und auch auf dem brandheißen OMC-Sampler ist ihr Stück “Was ist härter – V2.0? vertreten. Viel Spass beim Hören und Genießen!

Als letzte haben dann die Ohrbooten gespielt, ebenfalls eine sympathische und abgehende Band, aber meine Kräfte waren für diesen Tag erschöpft und wir haben den Ort der Inspiration gen Bett verlassen müssen. Heute morgen dann frisch am Start und weiter gehts, leider schon der letzte Tag, abends gehts schon zurück nach Köln. Weitere Berichte werden folgen, in der Zwischenzeit gibts ja genug auf die Augen und Ohren in der bloggenden und medialen Sphäre.

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