Archiv der Kategorie: 'Musik'


Unter: Musik     2 Kommentare     

Neues von der Hanseplatte und Ben Becker

Ich erlaube mir mal wieder aus dem besten Newsletter der Welt zu zitieren. Hanseplatte, könnt ihr hier abonnieren und dann direkt noch ein paar Platten kaufen.

DIE BESTEN STELLEN BEI DER REDE VON BEN BECKER
VOR DEN ONKELZ AM HOCKENHEIMRING

„Hallo, Kinderz! Seid Ihr alle da?
Dann begrüßen wir Euch mit einem lauten Puspilein!“

„Begrüsst die Nase, Ohren, Mund, auch euren Bauch, Herrn Kugelrund.
Begrüßt die Onkelz, diese Bösen, und auch die Probleme, die sie lösen!“

„Nee, das war von Meret, der Betschwester.
Falscher Zettel, verfickte Hosentasche.“

„Oder soll ich später nochmal wiederkommen?
Harhar, reingelegt, Ihr alten Lemminge,
ihr sagt wohl zu allem Ja und Amen, falsch gewickelt, ich bleibe!“

„Ehrlich, ich wollte eigentlich nur zum Autorennen,
ich hab meinen Führerschein wieder, aber das passt
ja auch hierzu, was?! Hahah, brüll!“

„Die Musik, die jetzt kommt, macht Eier hart und Pimmel zart!
Also Hose auf, Männers!“

„So, was wollte ich noch loswerden?
Wisst Ihr eigentlich, dass ich die alten Bibeln meines Vaters
in der Unterhose auftragen musste? Nein?
Er meinte, das spart Klopapier und wisst ihr was, Freunde:
Das stimmt! Beifallt jetzt, Ihr Ungläubigen!“

„Ihr seid so scheisse, Ihr seid auf dem Misthaufen
der Geschichte aufgewachsen, in dem ich die Nadel
des Vergessens versteckt habe!“

„Ich muss mal.“

„Wusstet ihr eigentlich, dass ich bald sterbe?“

2 Kommentare
Unter: antischokke, Musik     Ein Kommentar    

Moderat in Finsterwalde und Borken

Drüben bei Ronny hab ich gerade das neue Video zu Moderats „Last Time“ ge- und für sehr schön befunden.

Abgesehen von der schönen Melancholie und wundersamen Ästhetik weckt das Video aber noch zig andere Assoziationen.

Zum Beispiel finde ich, man könnte es auch wunderbar mit dem Lied Finsterwalde von Erobique und Jacques Palminger unterlegen.

Drehort für das Video hätte außerdem auch die ARAL Tanke in Borken am Nordring in der zweiten Hälfte der 90er sein können. Ich meine, einige der Protagonist*innen und Szenen (Feuerlöscher!) 1:1 wiedererkennen zu können. Knaller!

Ein Kommentar
Unter: Musik     Ein Kommentar    

Erobique und Sophia Kennedy

Dienstag abend spontan zu Erobique und Sophia Kennedy ins Monarch am Kotti. Draußen fahren die Wannen mit Blaulicht vorbei, Menschen verabreden sich vorm Kaiser’s, wir fühlen uns wie in einer Parallelwelt. Erobique und Sophia Kennedy geben ihr zweites gemeinsames Konzert ever. Eine Mischung aus La Boom und Sesamstraße und Aida und Funky House. Wechselbad zwischen Gänsehaut, Dauergrinsen und Arschwackeln.

Aus der Ankündigung:

Carsten „Erobique“ Meyer braucht man nicht mehr unbedingt vorzustellen: Der 40-jährige Musiker spielt auf seinen Keyboards seit Jahren das Publikum in den siebten Discohimmel.

Als er vor zwei Jahren auf der Schaumparty seines Steuerberaters einen Auftritt der 23-jährigen Sophia Kennedy erlebte, war es um ihn geschehen: die junge Künstlerin betörte mit wandelbarer Stimme und Talent an Tasten und Blockflöten ihr Publikum. Schnell war klar diese beiden Außerirdischen müssen ihre galaktischen musikalischen Super-Kräfte zusammen führen. Im Rahmen einer bundesweiten Verbreitung ihrer musikalischen Propaganda „Crazy Music“ wird Sophia Kennedy erstmals einem größerem Publikum ihre ultimativen Sounds vorstellen. Echte Erobique-Fans kommen nicht zu kurz und die Verbindung beider Ausnahmetalente wird – das ist klar- in die Musikgeschichte eingehen.

Wenn man die beiden Kreuzotter „live“ sieht, geht das voll ab. Also schnell Karte kaufen und absaufen im Boogiefieber der asthmatischen Nacht, die kräht wie ein lungenkranker Ex-Bürgermeister einer verlorenen Stadt.

Erobique und Sophia KennedyErobique und Sophia Kennedy

Heute abend gibt es ein weiteres Konzert, geht schön hin!

Ein Kommentar
Unter: Musik     4 Kommentare     

Erobique bei der Nation of Gondwana

Still lost inside adorable illusion.

Wo ist der Endless-Loop-Button in YouTube?

Kurz danach bin ich ins Wasser gefallen.

4 Kommentare
Unter: Musik     Ein Kommentar    

Hörspiel: Die Welt ist eine Pudel

Im WDR ist vor kurzem das Hörspiel Die Welt ist eine Pudel von Charlotte Knothe ausgestrahlt worden und steht nun auch zum Download bereit. Dabei geht es um die Elbphilharmonie der Herzen, den Golden Pudel Club in Hamburg. Wunderbar!

1989 gründeten Rocko Schamoni, Schorsch Kamerun und Kaiser Walter im Hamburger Schanzenviertel den „Pudel Klub“. 1994 zog der Club an seinen jetzigen Standort, in der Nähe der Hafenstraßenhäuser, wo er zu einer Keimzelle des deutschen Punkrock avancierte.

„Der Pudel Club ist ein Hort wundervoller Widerspenstigkeit mit starker Partyaffinität und Hang zur humoristischen Randale. Musik, Theater und cooles Wissen bilden die Grundkoordinaten des nunmehr legendären Jugendclubheims für bezaubernde Ladys, nicht altern wollende Dandys und ewige Kindsköpfe: ein Kunstraum, älter als der Begriff von Virtualität, und seit Beginn formidable Probebühne für jede Form von Individualität.“ So beschreibt Schorsch Kamerun, Mitbetreiber des Golden Pudel Clubs, diese seit 20 Jahren existierende Hamburger Institution. „Die Welt ist eine Pudel“ porträtiert den Club als urbanes Organ, das vielschichtige kulturelle Funktionen erfüllt, und gibt den Protagonisten vor und hinter den Kulissen eine Stimme, darunter unvermeidlichen wie Rocko Schamoni, überraschenden wie Boris Blank von Yello und guten Geistern wie Hausmeister Ulli Koch.

Danke an Nicolas für den Hinweis.

Und wer bis hier unten gelesen hat, bekommt noch ein kleines Anekdötchen: Als meine Cousine meinen Eltern vor Jahren mal erzählte, was Großcousin Jacques Palminger jetzt so in Hamburg macht, haben sie wohl nur mit halbem Ohr zugehört. Beim weihnachtlichen Studio-Braun-Hörgenuss wollten die Eltern uns jedenfalls mit ihrem Insiderwissen beeindrucken: „Jaja, der Heiner, der ist ja jetzt bei so einen Dackelverein in Hamburg aktiv.“ „…“

Ein Kommentar
Unter: Musik     Kommentare deaktiviert für Neues Album: DJ Koze – Amygdala    

Neues Album: DJ Koze – Amygdala

Heute – und damit nach acht Jahren Albumpause – erscheint die neue Platte von DJ Koze: Amygdala. „Ein 78-minütiger Spaziergang durch Kozes Kopf, unwirklich und mit so noch nicht gehörten Stimmungen, Intensitäten, Sounds und Szenen.“ heißt es auf hanseplatte.de.

Wer wie ich noch auf die Anlieferung der Vinyl warten, muss kann sich mit 5 Anekdoten aus dem Leben des DJ KOZE über Wasser halten. Präsentiert vom hanseplatte-Newsletter, direkt aus der Hauptstadt der Herzen.

Als DJ Koze auf einer seiner zahllosen DJ-Reisen mal wieder im Nachtbus feststellte, dass er sein Lieblingsaccessoire, die geliebte Schlafbrille, vergessen hatte, suchte er asap den nächsten alteingesessenen Optiker der Stadt auf. Nach kundiger Beratung kaufte Koze dort zwei Schlafbrillen, die ihm der freundliche Mann am Tresen mit den Worten einpackte „und noch ein Brillenputztuch dabei?“ Nach kurzem Stutzen lachte Koze doch sehr über diesen herrlichen Optikerwitz.

**
DJ Koze, selbst ein passionierter wie fleißiger Mopedfahrer, scheut sich als Autofahrer nicht, seine Zweiradkollegen en passant zu mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr zu erziehen. Denn wenn ein Motorradfahrer in seiner Nähe mal nicht blinkt oder widrig ausschert, setzt sich Koze gern mit seinem Fiat direkt vor den Verkehrssünder und betätigt die Scheibenwischanlage hinten wie vorn. Dem Kradfahrer spradotzt alles aufs Visier und Koze schmunzelt ampelphasenlang über seine „weiche Erziehung“.

**
Trifft man DJ Koze im öffentlichen Nahverkehr in Hamburg, scheut sich der lebensfrohe Auflegekönig keineswegs, seine Wertschätzung für seine eigenen Werke nonchalant im Dialog zum Ausdruck zu bringen. „Laß mal über Dich reden! Wie findste denn meine neue Platte?“ ist stets sein Einstieg in ein Gespräch, das seine entwaffnende Chuzpe aufs sympathischste mit seinem selbstbewussten Machthunger versöhnt.

**
Kaum am Flughafen egal in welchem Land angekommen, führt DJ Kozes erster Weg seit jeher zu den Sicherheitskontrollen. Wo denn die Mülltonne sei, in die die Beamten die ganzen Parfüm-Flakons, die man nicht mitnehmen darf, werfen, ist dann seine Frage. Weisen die Beamten ihm erstaunt das Ziel, durchwühlt der auch hobbymäßig exklusive Düfte liebende Discjockey die Tonne und schüttet die gefundenen teuren Parfüms in seinen extra mitgebrachten Kanister. Sein Ziel: Alle zusammenrühren und DEN Duft der Welt erschaffen. Ein bisschen weltherrscherisch scheint die Idee, aber so ist er, der Stefan Kozalla, wie er bürgerlich heißt.

**
Asiatisch essen ist eine der größeren Leidenschaften in DJ Kozes ansonsten auf gewollt minderer Flamme geführtem Alltag. Mag man denken, das leicht scharfe Essen oder die „N 17 ohne Glutamat“ dorten sei der Hauptgrund, so liegt man falsch: Es sind die Glückskekse, die den auch privat dem Glück zugeneigten Soundtüftler in die Sushi- und China-Restaurants ziehen. Koze liebt nämlich das langsame Speicheleintropfen in den Keksspalt, um den Zettel – ohne den Keks zu zerstören! – hernach raussaugen zu können. Kann man ihn noch lesen, ist sein Tag gerettet. Kann man nicht, ist selbst bei einem humorigen Typen wie „Kosi“ erstmal eine halbe Stunde „Gewitterwolke auf halbacht“.

Update 13:25 Uhr: Die Post war immer noch nicht da, aber @philipsteffan machte mich freundlicherweise auf den Stream hier aufmerksam. Leider ohne das Knacken in der Rille.

Kommentare deaktiviert für Neues Album: DJ Koze – Amygdala
Unter: Musik     2 Kommentare     

David Bowie – The Stars (Are Out Tonight)

David Bowie hat heute das Video zur zweiten Single seines neuen Albums veröffentlicht: The Stars (Are out Tonight). Bei der Veröffentlichung von Where are we now vor einem Monat schrieb ich noch Ich bin ein bisschen sprachlos. Das neue Video übertrifft aber gerade alles und lässt mich tief entzückt und leicht verstört zurück.

Tilda Swinton spielt in dem Video die Ehefrau von David Bowie. Ja, genau. DIE Tilda Swinton. Die in Wahrheit mit David Bowie eine Person ist. Das Video ist überaus bizarr, trotzdem habe ich das Gefühl, es lässt uns ganz nah ran an Bowie. Im März kommt das ganze Album.


David Bowie – The Stars Are Out Tonight von Flixgr

(Wenn das Magazin gezeigt wird, unbedingt mal auf Pause drücken und genau anschauen.)

Bonus: Im Guardian gab es eine tolle Zusammenstellung von kurzen Statements von Freunden, Liebschaften und Kolleginnen über ihre Zeit mit David Bowie. David Bowie and me

2 Kommentare

Nächste Seite »

antischokke.de is proudly powerd by wordpress. slightly modified theme 'aalglatt2008' by felix krusch. feel free to share and build upon my content.