Gestern waren @barbnerdy und ich zum Thema Iron Blogger Berlin beim werten Herrn Marcus Richter und seiner Radiosendung TRACKBACK. Diesmal nicht am Telefon oder per Vorabaufzeichnung, sondern live vor Ort im Studio in Potsdam. Hier, hören:
Wir sind ab Minute 17:15 dran, ich empfehle aber die ganze Sendung, gibt noch mehr tolle Themen, z.B. die Funkzellenabfrage in Berlin und die Hochnahme von Megaupload.
Auch wenn der Weg raus nach Potsdam fast eine Stunde dauert: Die Fahrt hat sich gelohnt, das Interview war lustig. Selber im Studio zu sein klingt auf jeden Fall besser und ich war viel entspannter als bei einem Telefoninterview oder einer Aufzeichnung. Ich hätte mir noch ein paar Minütchen mehr Sendezeit gewünscht, um z.B. Michelle und Marcus Props zu geben. Was ich noch sagen konnte: “Wir brauchen noch ein Logo!” Letztens hat mal jemand im Fernsehen gesagt, man könnte einfach auf twitter nach nem Logo fragen und so Designer aus Berlin würden das dann machen. Hat bisher bei uns nicht geklappt, vielleicht diesmal?!
Außerdem war das eine super Gelegenheit, die fabelhafte @barbnerdy mal näher kennen zu lernen. Denn wie viele der Iron Blogger Gang kannten wir uns zwar vorher “vom Sehen” (wie das in Berlin halt so is), aber hatten nie viel Kontakt. Schön!
Hier sind übrigens die Ergebnisse der vergangenen Woche, Läuft gut, wir sind jetzt 23 und haben 55 Tacken in der Kasse. Im Februar treffen wir uns das erste Mal. Stay tuned!
Beim Aufräumen habe ich heute die alte Einladung zur „Tafel der Demokratie“ gefunden. Da lädt der jeweilige neue Bundespräsident „sein Volk“, vertreten von ~1.500 Menschen, zum Essen und Trinken an einer langen Tafel am Brandenburger Tor ein wird zu Ehren des jeweiligen neuen Bundespräsidenten „sein Volk“, vertreten von ~1.500 Menschen, zum Essen und Trinken an einer langen Tafel am Brandenburger Tor eingeladen. Da uns ja möglicherweise bald wieder eine solche Veranstaltung bevor steht und ich die Ereignisse vom letzten Mal noch gar nicht richtig verarbeitet habe (Danke an die, die mich später im Oberholz in den Arm genommen haben!), erzähle ich euch mal was. Außerdem steht ja immer noch die Aufarbeitung der ganzen Geschehnisse aus Rostock aus, und unsere Iron Bloggerei soll mich endlich motivieren, meine Gedächtnisprotokolle und Notizen hier zu teilen.
Mit Sicherheit
Ich wusste, dass bei der Anmeldung zur Veranstaltung die persönlichen Daten aller Gäste an das BKA gegeben und dort auf Übereinstimmung mit bekannten Terroristinnen, Demonstrationsteilnehmern und anderen Gefährderinnen gerastert werden. Mein Verfahren wurde ja damals eingestellt und der Richter sicherte zu, dass es keinerlei Einträge geben würde. Da nach dem Check keine Rückmeldung kam, ging ich davon aus, willkommener Gast zu sein.
Der Einlass zum Pariser Platz war unspektakulär: An der ersten Kontrollstelle wurde geprüft, ob der Name auf der Einladungskarte mit dem im Personalausweis übereinstimmte. Am zweiten Stopp wurden nach Vorlage der beiden Dokumente die Platzkarten und Eintrittsbändchen vergeben. Beim Einlass auf den Platz wurden die Taschen kontrolliert, in dem die Security entweder fragte, was man denn so dabei hat oder einen flüchtigen Blick in einzelne Taschen warf. Das Gelände war nach außen mehr oder weniger abgeriegelt, es gab aber genug offene, zugängliche Stellen, an denen Gegenstände von draußen nach drinnen hätten gegeben werden können. Außerdem waren angrenzende Hotels und Gebäude teilweise sowohl für Gäste als auch für Passanten zugänglich.
Kommen Sie mal mit!
Nachdem wir unseren Tisch gefunden hatten, drehte ich mit zwei Bekannten einige Runden über den Platz und zum Sektausschank. Etwa 45 Minuten nach unserer Ankunft suchten wir die Toiletten in der Akademie der Künste auf. Als wir wieder auf den Platz zurück wollten, wurden wir von vier Polizeibeamten aufgehalten: „Können wir mal Ihre Papiere sehen?“ Wir zeigte unsere Ausweise. „Frau Ebber, kommen Sie bitte mal mit uns mit.“ Ich war erstaunt: „Warum das denn?“ „Ja, Frau Ebber, Sie sind ja schon mal polizeilich aufgefallen. Kommen Sie jetzt mal mit uns mit.“ „Was soll das denn? Was wollen Sie denn von mir?“ „Wir wollen Ihnen mal ins Gewissen reden und werden Sie außerdem durchsuchen.“
Aha. Ich wurde in einen Polizeiwagen geführt. „Also, Frau Ebber. Heute abend sind wir ja zu Ehren des neuen Bundespräsidenten, Herrn Wulff, hier. Wir gehen davon aus, dass Sie sich hier zu benehmen wissen.“ wurde mir mit erhobenem Zeigefinger und ernster Miene eingebläut. Haha! „Und was soll das jetzt heißen? Dass ich hier nicht rülpsen darf oder was?“ „Doch, rülpsen dürfen Sie schon. Wobei – naja, das sollten Sie eigentlich auch nicht.“ Witzig.
Fassungslosigkeit ob deren Vorgehen. „Und was soll ich meinen Begleitern erklären, dass Sie mich hier rausziehen und durchsuchen?“ „Die haben davon ja gar nichts mitbekommen.“ „Haha, Sie haben mich doch vor den Augen deren kontrolliert, natürlich bekommen die das mit!“ „Na, dann denken Sie sich eben eine schöne Geschichte aus.“
Bitte benehmen Sie sich anständig!
Auf meine vielen Nachfragen, wie sie mich in der Menschenmasse ausgemacht haben, woher sie den Auftrag zum Zugriff haben, wo ich mich über das Vorgehen beschweren kann etc. hieß es nur, ich solle mich ans BKA wenden. „Ich möchte Widerspruch gegen die Durchsuchung einlegen.“ „Können Sie machen, nützt Ihnen aber nichts, wir machen es trotzdem.“ „Dann möchte ich die Veranstaltung jetzt verlassen.“ „Können Sie machen, aber vorher durchsuchen wir Sie.“ Also keine Möglichkeit, weiteren Erniedrigungen zu entgehen. Zur Durchsuchung musste mich bis auf die Unterwäsche ausziehen, meine Tasche wurde komplett auseinander genommen, das volle Programm also. Das alles dauerte ungefähr 10 oder 15 Minuten, als sie keinerlei Verdächtigkeiten feststellen konnten, durfte ich endlich gehen. Zum Abschied bekam ich noch ein „Wir werden Sie den ganzen Abend im Auge haben! Wir gehen davon aus, dass Sie sich entsprechend benehmen.“ mit auf den Weg.
Ziemlich verstört kam ich dann zurück an unseren Tisch. In der nächsten Minute setzte die Nationalhymne ein. Es gab Fleisch in Aspik und Fleisch in Suppe.
Nachschlag, on/off topic
Mathias Schindler hat über „Frag den Staat“ eine Anfrage an das Bundespräsidialamt gestellt: Abschrift des Telefonates von Bundespräsident Christian Wulff auf dem Anrufbeantworter des BILD-Chefredakteurs Kai Diekmann am 12. Dezember 2011. Grandiose Aktion!
Letztes Jahr im September waren meine Eltern zu Besuch in Berlin und stellten mich zum wiederholten Mal vor die Herausforderung, das gemeinsame Wochenende „ansprechend“ zu gestalten. Mit dieser Aufgabe hatten sich mein erweitertes Umfeld und ich schon mehrfach herumgeschlagen und kurzerhand rief ich per Twitter dazu auf, das Piratepad „Eltern in Berlin“ (http://piratepad.net/berlinmiteltern) als zentrale Sammelstelle mit Tipps zur Eltern-Kind-Bespaßung jeglicher Art zu füllen. Dieses Pad steht jeder zur Bearbeitung und Ergänzung offen, ein sehr niedrigschwelliger und eleganter Weg der kollaborativen Zusammenarbeit im Netz. Mein Aufruf:
Huch, die Eltern kommen zu Besuch nach Berlin! Kennt ihr auch oder? Was unternehmt ihr? Wie gestaltet man dieses Aufeinandertreffen für beide Seiten so entspannt wie möglich? Was zeigt ihr euren Eltern? Wo schickt ihr sie hin?
Ich suche Bespaßungsoptionen und Beschäftigungsmaßnahmen. Helft mir!
Ich möchte hier alle möglichen und unmöglichen Tipps sammeln, jeder kann eigene Ideen hinzufügen und sich beim nächsten Elternbesuch an den Vorschlägen anderer bereichern. Danke!
Zielgruppe sind Eltern ab 60 Jahre, kein überteuertes oder zu exklusixes Gedöns, eher bodenständig-bürgerlich.
Das hat grandios funktioniert! Innerhalb weniger Stunden und Tage haben sich duzende Personen beteiligt und hunderte Tipps gesammelt; das Pad wird weiterhin genutzt und ergänzt. Auch toll: Es gab bisher keinen Vandalismus! Da die Bearbeitung im Pad größtenteils anonym erfolgte, kann man nicht erkennen, von wem die jeweiligen Einträge verfasst wurden. Herzallerliebst sind z.B. Hinweise wie „auf ordentliche Socken achten!“, in „Chartlottenburg soll viel los sein in der Ü60-Generation“, „Rollberg is aber gefährlichererer!!!“, Superprotipps und „Nein!-Doch!-Dialoge“.
Damit das Pad nicht mal einem Datenbankcrash zum Opfer fällt, spiegele ich hier die Version von Anfang 2011 und werde sie in unregelmäßigen Abständen aktualisieren. Die Tipps sind ungeordnet, sie erscheinen hier einfach in der Reihenfolge ihrer Eintragungen. Wer sich als MitarbeiterIn outen möchte, nur zu! Ganz großen Dank jedenfalls an alle, die mitgemacht haben, berichten und Weiteres beisteuern.
Klar ist: Das Pad gehört nicht mir, sondern euch allen (CC-BY, freier ging nicht)! Ergänzungen und eigene Berichte sind weiterhin mehr als herzlich willkommen, im Pad und gerne auch hier in den Kommentaren. Und jetzt viel Erfolg, ob mit oder ohne Eltern! Total viele Sachen eignen sich nämlich auch für Besuche ohne die Familie :)
Eins noch: Für die frühmorgendlichen Ausflüge war es in meinem Fall ausreichend, das Piratepad auszudrucken und die Eltern damit alleine loszuschicken, bis ich ausgeschlafen hatte.
Sogenannte Sehenswürdigkeiten und Museen
Fernsehturm Alexanderplatz, inkl. Besuch im drehenden Restaurant http://www.tv-turm.de/ (Protipp: VORHER Tickets kaufen = keine Schlange), Superprotipp: nachts!!!
Rotes Rathaus
Marx/Engels-Denkmal (in der Nähe des Roten Rathauses, Richtung Nikolaiviertel)
Tour mit dem 100er Bus durch vom Alex zum Zoo. 200er macht auch eine Rundfahrt.
Schifffahrt, Dampferfahrt, Spree- oder Brückentour. – Wo legt man am besten ab? Welche Reederei? – Stern & Kreis oder Riedel. Am besten die nächst gelegenste Station heraussuchen; z.T. fahren sie aber auch nur an einer ab. Riedel u. Stern & Kreis fahren beide von Jannowitzbrücke ab. Direkt am S-Bahnhof und zumindest bei Stern & Kreis mit Strandbar-Imitat. (Naja, reicht, dass die Eltern in der Provinz dann erzählen können, “mir wared in son’ner Schrdandbaar!”) – Es gibt kurze (ca. einstündige) und längere Touren. Brückentour mit Riedel ist empfehlenswert (Spree->Landwehr->Spree), aber lang.
Reichstag, of course. – Kuppel: Vorher abchecken, da sie ein paar Mal im Jahr für eine Woche zwecks Fensterreinigung zumachen. Empfehlung: abends so 21:15 da sein. Ist leer und man hat eine Blick über das erleuchtete Berlin. Um 22 Uhr machen sie zu.
Nikolaiviertel („is ja so schön mit den alten Häuschen…“), Absteigen im Georgbräu
Biosphäre Potsdam und dann eine Planwagenfahrt durch Potsdam, Schloß Sanssouci
Eigener Arbeitsplatz/Coworkingspace/W-Lan-Café (kuck ma, hier arbeite ich!)
Friedrichshainer Künstler/Mode-Szene
Pergamon-Museum (mit Markttor von Milet etc.) bzw. für nur ein paar Euro mehr gleich Tagestickets für die ganze Museumsinsel (wichtig: am Tag vorher kaufen mit Timeslot, dann direkt an den Schlangen vorbei)
Bisher an mir vorbeigegangen, gerade frisch bei netzpolitik entdeckt: Neukölln liegt nicht nur in Gentrifizierungsdingen ganz weit vorne, man macht dort auch in CC.
Der Film Exodos ist ein Projekt aus dem Hause und Sender Freies Neukölln und wird unter der Creative Commons Lizenz BY-NC-SA veroeffentlicht. Cooles Konzept: Jede kann Screenings veranstalten, erst nach einer kleineren Premierentour wird der Film dann auch per Torrent etc. ueberall frei erhaeltlich sein.
Die Beschreibung klingt vielversprechend, die Zusammenfassung noch superer: Action & agitation, love & porn – an anarchistic comedy is waiting for you!
Und da ich selber schon mal im Freien Neukölln konsumiert habe, freue ich mich besonders, damit schon zu den Unterstuetzerinnen zu zaehlen. Essen und Trinken fuer eine bessere Welt! Fuer mehr solcher Projekte! Toll!
Kommt am Donnerstag zur Weltpremiere in die alte Kindl-Brauerei in NK. Der Eintritt ist frei, sogar frei wie in Freibier. (Nur schade, dass die gewaehlte Lizenz nicht meiner Vorstellung von Freiheit entspricht, aber hey!)
Ein paar Informationen aus dem aktuellen Newsletter des OpenMusicContest:
all2gethernow – a2n
In der Woche vom 06.-12.09.2010 findet im Rahmen der die “Berlin Music Week” die zweite all2gethernow (a2n) statt. Für OMC-Interessierte ist dort vor allem der 06. September – der erste Tag des a2n-Camps – interessant, weil das OMC-Team an dem Tag gleich auf drei Veranstaltungen vertreten ist:
Die letztgenannte Veranstaltung ist insofern eine Permiere, als daß Vertreter von Creative Commons und der GEMA gemeinsam ihre Organisationen vorstellen und sich den Fragen der Musiker stellen. Schon aus diesem kurzen Blick ins Programm ist ersichtlich, daß ordentlich Bewegung in die Verwertungsfrage kommt. Das vollständige Programm kann hier eingesehen werden.
Btw: Ich geh hin!
Vorerst doch keine Tour
Leider, leider: Mit der Tour wird es 2010 nichts. Schuld ist nicht mangelndes Interesse, mit mehr als einem Dutzend potentieller Tourstationen aus dem ganzen Bundesgebiet waren die OMCler bereits im Gespräch.
Das Probelm war bisher eher „Time & Timing“. Beispielsweise erwies sich die Vereinsgründung mit angesprebter Gemeinnützigkeit als komplexer als geplant; erst jetzt zeichnet sich ab, daß zumindest dieses Vorhaben erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Leider ist dies die strukturelle Grundlage für viele weitere Schritte, beispielsweise das Einwerben von Fördermitteln, so daß auch die Finanzierung der Tour bisher nicht hätte sichergestellt werden können. Nicht zuletzt war in den vergangenen Monaten auch die Konzeption einer CC-Verwertungsgesellschaft (s.o.) ein Projekt, das Zeit in Anspruch nahm, und dem zugegebenermaßen bisweilen etwas mehr Priorität gewährt wurde.
Ein Grundsatz der OMC-Arbeit bleibt, daß kein Projekt konkret angekündigt wird, solange seine Umsetzbarkeit nicht überzeugend gesichert ist. Die Tour ist damit nicht abgeschrieben, es wird weiter an der Absicherung der Basis gearbeitet.
Rückblick: SIGINT 2010
Die erste offizielle Ankündigung einer neuen Verwertungsgesellschaft gab es übrigens live bei Radio Breitband, direkt von der SIGINT in Köln. Im Rahmen dieser Konferenz gab es einen Vortrag unter dem gewollt provokanten Titel “„Die gescheiterte Revolution“. Darin wurden u.a. die Jahreswirtschaftsberichte des Bundesverbands Musikindustrie beleuchtet. Die darin ausgewiesenen CD-Verkäufe sind seit sieben Jahren nahezu konstant, während sich die Zahl illegaler Musikdownloads mehr als halbierte. Statistisch gesprochen zeigt sich also überhaupt kein Zusammenhang zwischen illegalen Downloads und CD-Absatz, und dies wohlgemerkt in den offiziellen Geschäftszahlen des Bundesverbands Musikindustrie. Die Details hierzu sind etwas ausführlicher hier verbloggt.
Wikimedia ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die Freies Wissen fördert. Durch die Sammlung, Entwicklung und Verbreitung von Freien Inhalten in allen Sprachen der Welt wird dieses Ziel verfolgt. Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V. unterstützt verschiedene Projekte. Das größte ist Wikipedia – die freie Enzyklopädie, deren Betreiber die Wikimedia Foundation ist.
Wow! Endlich kann ich meiner Leidenschaft für Freies Wissen, Freie Kultur und Freie Lizenzen auch beruflich nachgehen und es erwarten mich interessante Aufgaben und Projekte. Außerdem freue ich mich tatsächlich sehr über die Vorzüge der Festanstellung mit Büroarbeitsplatz gegenüber der Arbeit im Homeoffice. Pünktlich zum Start gab es drüben im Wikimedia-Blog eine nette Begrüßung: Zwei neue Kollegen.
Zur Zeit bereite ich die Wikimedia Conference 2010 vor, ein Treffen von MediaWiki-Entwicklern, Vertretern der internationalen Wikimedia Chapter und dem Board of Trustees, das nächste Woche (14. bis 18. April) in Berlin stattfindet. Ich bin sehr gespannt bis aufgeregt, dort ganz viele Wikipedianer und Wikimedianer kennen zu lernen und viel über die Projekte, Strategien und Ziele der Foundation, der Chapter und der Community zu erfahren. Ausführlichere Berichte folgen.
(Ja, gut aufgepasst, das Datum fällt genau auf die re:publica, mein Ticket habe ich schon in gute Hände abgegeben. Zumindest auf der Abschlussparty am Freitag werde ich mich – zusammen mit vielen Gästen unserer Konferenz – doch noch dort sehen lassen.)
Anlässlich meines Abschieds bei mixxt habe ich im mixxt-Blog einen Abschiedsbeitrag verfasst:
Zweieinhalb Jahre. Was für eine großartige Zeit. Eine Zeit, die mir so viel gegeben hat: interessante Aufgaben, angenehmes Teamwork, neue Freundschaften und vor allem Unmengen an Spaß. Zweieinhalb Jahre war ich Teil von mixxt. Heute ist mein letzter Tag, denn ab dem 1. März bin ich neue Projektmanagerin bei Wikimedia Deutschland.
Als eine der ersten Nutzerinnen (Nutzer-ID 45!!) von mixxt und frühes Mitglied des Teams hat mich der Enthusiasmus der mixxt-Gründer für ihr „Baby“ immer sehr beeindruckt und ich habe viel Neues von ihnen gelernt.
mixxt und ich und Ihr
Zweieinhalb Jahre vergehen rasend schnell, vor allem, wenn man so viele Dinge in diesem neumodischen Internet zu tun hat. Dazu zählten zum Beispiel die Aufgaben, mixxt noch bekannter und beliebter zu machen, neue Zielgruppen und Partner zu recherchieren und unsere Software durch intensives Testen, Reporten und Wünschen immer weiter zu verbessern. Schön war auch, dass ich als Projektleiterin für die Lokalisierung Einfluss auf Sprache und Formulierungen im mixxt-System nehmen konnte und außerdem unsere Übersetzungstabellen und -richtlinien optimiert habe. Außerdem konnte ich die Social-Media-Strategie des Unternehmens mitgestalten und habe auch im Bereich unserer White Label Community Lösungen einen Teil der Kommunikation übernommen.
Am Wichtigsten in all der Zeit war mir ohne Frage der Kontakt mit unseren Kunden, unseren Nutzern, unseren Kritikern und Fans, kurz: mit Euch! Per Twitter, unseren Blogs und der Support-Communtiy standen wir ständig in Verbindung. Ihr habt mixxt zu einem der wichtigsten Community-Baukästen im deutschsprachigen Netz gemacht. Dank Euch ist mixxt zum Quasistandard für die Organisation deutschsprachiger Barcamps und anderer Unkonferenzen geworden. Und genau die lagen und liegen mir besonders am Herzen.
Seit meinem allerersten BarCamp in Köln im Winter 2006 sind BarCamps für mich zu einer Leidenschaft geworden, die ich mit vielen mir lieb gewordenen Menschen teile. Hier konnte ich meine Scheu vor eigenen Präsentationen überwinden, weil sich alle Teilnehmer auf Augenhöhe begegnen und außerdem dankbar sind für den inspirierenden Wissensaustausch. Mich beeindrucken immer wieder die offene Atmosphäre und die Begeisterung und der Aktionismus aller Beteiligten.
Meine Erfahrungen habe ich versucht, im Leitfaden für die Organisation eines BarCamps zu sammeln und mit den Antworten anderer Organisatoren zu bündeln, um so der Community zumindest ein Teil dessen zurückzugeben, was sie mir gegeben hat.
Die Zukunft
Zwei wichtige Projekte, die erst im nächsten Monat das Licht der Öffentlichkeit erblicken werden, sind die Premium-Funktionen und die neuen statischen Info-Seiten inklusive eines umfangreichen FAQ- und Hilfe-Bereiches. Bei den Premium-Funktionen habe ich zusammen mit Oliver die Kommunikation mit der Presse und potentiellen Interessenten vorbereitet, die Texte der statischen Seiten und FAQ liefern aktuelle und hilfreiche Informationen zur mixxt GmbH und unserer Software.
Dankeschön.
Dankeschön an alle mixxt-Benutzer, Kunden und Partner für Euer konstruktives Feedback, Eure aktive Beteiligung an vielen Diskussionen und den durchweg freundlichen Dialog. Ihr seid sensationell!
Dankeschön an mixxt, Dankeschön an Oliver, Christian und Philipp, Dankeschön an Philip, Jan, Jakub, Sebastian, Christoph und Axel und alle ehemaligen mixxter. Die Zusammenarbeit mit euch war immer konstruktiv, eure Arbeits- und Kommunikationskultur immer offen und angenehm. Ihr rockt! Bloß eure Esskultur lässt geringfügig zu wünschen übrig, aber das muss ja niemand wissen.
Im Ernst: ihr werdet mir fehlen. Zumindest als Gründerin eigener Communities und aktive mixxt-Nutzerin bleibe ich Euch selbstverständlich erhalten.
Hä? Ja, hab ich auch gedacht. Nochmal genauer lesen. Jean Luc? Mir fallen mindestens zwei irgendwie “bekannte” Typen ein, die diesen Vornamen tragen. Und das falsche Fenster? Äh, ja, sorry, falsches Fenster! Zur Singularität fragen Sie am besten bei plomlompom nach.
“Jean Luc” ist ein dreitägiger, offener und transparenter Think-Tank vom 8. bis 10. Januar 2010 im HAU 1 in Berlin. Er schließt thematisch an das atoms&bits Festival 2009 an.
Die Erde ist gut 4,5 Milliarden Jahre alt, der Homo sapiens trat vor 200.000 Jahren auf den Plan, Sprache, Musik und andere universale Kulturtechniken haben sich vor 50.000 Jahren entwickelt. Elektrisches Licht nutzen wir seit 130 Jahren, das erste Auto fuhr vor 123 Jahren, der erste erfolgreiche Flug mit einem Motorflugzeug fand vor 106 Jahren statt. Der erste Webbrowser ist gerade 18 Jahre alt, Google wurde vor kurzem elf und der Aufstieg von Web 2.0 mit Diensten wie Myspace, Facebook und Twitter begann vor gut fünf Jahren. Das erste iPhone kam vor zwei Jahren auf den Markt und Google Wave, in dem dieses Programm entsteht, gibt es seit 6 Monaten.
Arbeit und Leben verändern sich rapide. Das erste Mal in der Geschichte der Menschheit wird eine global vernetzte und partizipative Gesellschaft möglich. Welche Auswirkungen hat all das auf unser Leben, auf unsere Formen zu arbeiten, zu lernen, zu lieben, zu konsumieren, zu produzieren, sich politisch zu agieren, auf Kunst und Kultur? Wie wollen wir diese Entwicklung gestalten?
Öffentliches Programm (mehr Infos in Kürze):
Freitag Abend 20:00 Uhr: “Auge und Ohr – The Evolution Will Not Be Televised” (Kurzfilmscreenings und Diskussion – 3 Euro),
Samstag Abend 20:00 Uhr: ”Teil und Ganzes – Braindrops keep falling on my head.“ (Revue – 7/4 Euro) – anschließend legen snake’n’tiger Tanzmusik auf und haben Spaß dran und
Sonntag Nachmittag 16:30 Uhr: ”Coffee and Brain – Think-Tank Ergebnisse und rein in die Zukunft“(Kaffeetabletalk – Eintritt frei).