„Tag der freien Lizenzen“ in Leipzig

Am 19. September 2009 präsentieren die essential existence gallery (eeg), das sublab und die Free Software Foundation Europe (FSFE) einen „Tag der freien Lizenzen“ in Leipzig. Tagsüber werden im Westwerk freie Angebote, witzige Aktionen, interessante Workshops und Vorträge der Extraklasse geboten, abends ab 19 Uhr geht es dann im Superkronik weiter mit dem Podium „Mein Commons? Dein Commons? CREATIVE COMMONS!“

openheartfairIch werde dort eine Einführung in Creative Commons Lizenzen geben und zusammen mit Amir El-Moawen (renomme) und Bastian Thüne (DeBug) erläutern, wie diese freien Lizenzbausteine funktionieren, wo der Ursprung des Gedankens zu finden ist und welche Vorteile für NutzerInnen entstehen. Außerdem werden wir über deren Schwachstellen reden und rechtliche Fragen zum Betrieb eines Netlabels klären.

Anschließend präsentieren DJs und Live Acts aus Leipzig, Berlin, Chemnitz und Mainz bei der ersten Netaudio-Nacht Leipzigs ihr musikalisches Repertoire.

Flyer (front): Tag der freien LizenzenFlyer (back): Tag der freien Lizenzen
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Der Termin übrigens geschickt gewählt, in Leipzig wird am selben Tag auch das „Westpaket“ auf der Karl-Heine-Straße gefeiert und weltweit der „Software Freedom Day“ begangen. Aus der Pressemitteilung:

Hintergrund der Aktionen:

Urheberrecht ist nichts Neues, und trotzdem entwickelte es sich mehr und mehr zum Problem. Der Auslöser des „Problems“ ist eine revolutionäre Technologie zur weltweiten Vernetzung namens „Internet“. Revolutionär nicht nur bezüglich des Zugangs zur Kultur und bezüglich ihrer Verbreitung, sondern vor allem auch bezüglich einer breiten Beteiligung am Schaffen von Kultur. Obwohl das Internet viele technische Hürden zur Nutzung unseres gemeinsamen kulturellen Erbes beseitigt hat, macht es die Konstruktion des heutigen Urheberrechts allen Kreativen zunehmend schwerer, darauf aufzubauen, und das gilt uneingeschränkt. Zumindest wenn Sie als Kulturschaffende/r keine rechtlichen Probleme riskieren wollen. Eine Ausnahme dazu heißt bei uns „Schrankenbestimmungen des Urheberrechts“, im angloamerikanischen Sprachraum etwas eleganter als „Fair Use“ bezeichnet. Wo aber ist die Grenze – bei einer Seite, bei drei, bei siebzehn? Wie sehr muss ein Musik-Sample verändert sein, um von den SchöpferInnen und Verwertern des Originals nicht mehr anklagbar zu sein?
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Bitte ein Atombit! Jetzt zum atoms&bits-Camp anmelden!

Das atoms&bits-Camp ist eine der zentralen Veranstaltungen des atoms&bits-Festivals. Dazu laden wir alle Interessierten am Samstag, den 26. und Sonntag, den 27. September ins ÏMA Design Village nach Berlin-Kreuzberg ein.

atomsandbits

Themen

Um diese Themen dreht sich auch das Camp:

  • neue Arbeitsformen (selbstbestimmte Arbeit, Coworking)
  • neue Lust am Bausteln (bauen, basteln, Do-it-yourself)
  • neue alte Kultur der Offenheit (OpenEverything, Creative Commons)
  • neue Formen politischen Engagements
  • neue Kunst, Kunst zu machen (the Art of Production of Art)

sowie das großartige, kleine, feine, schöne, private, öffentliche Netz, das alles verbindet und damit erst möglich macht. Beim Camp wird es neben einem offenen BarCamp/Web-Bereich eigens eingerichtete, kuratierte Räume geben, in denen die zentrale Themen des a&b-Festivals aufgegriffen und diskutiert werden.

Anmeldung

Morgen abend werden wir im mixxt-Netzwerk die erste Runde der verfügbaren Plätze für das atoms&bits-Camp freigeben.

Um zu vermeiden, dass alle Plätze in kürzester Zeit ausgebucht sind, werden wir Menschen auch über andere Kanäle als das twitter– und mixxt-Universum einladen und ihnen eine Anmeldung über alternative Wege ermöglichen. Die Teilnehmerliste bei mixxt ist deswegen zunächst auf 150 Plätze begrenzt.

Link zur Anmeldung zum Camp bei mixxt: Camp – Samstag und Camp – Sonntag.

Ganz besonders freuen wir uns über Anmeldungen per Postkarte ans a&b-Camp, c/o Studio70, Kottbusser Damm 70, 10967 Berlin. Alternativ ist eine Anmeldung per E-Mail an camp [ätt] atomsandbits.net möglich. It’s up to you!

Informationen

Alle Informationen zur Location, zum Inhalt und vor allem auch zum Festival findet ihr im mixxt-Netzwerk und auf unserer Website http://atomsandbits.net, die von Tag zu Tag bunter und voller wird :)

Mitmachen

Wer sich am Gelingen von Festival und/oder Camp beteiligen möchte, ist natürlich herzlich willkommen! Freiwillige Helfer für Auf- und Abbau oder Empfang dürfen sich hier verewigen: Camp – Organisation. Informationen über eigene Veranstaltungen im Rahmen des Festivals, egal an welchem Ort der Welt, haben wir hier zusammengestellt: Mitmachen. […]

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Freitag & Samstag: Cologne Commons

Am 12. und 13. Juni findet in Köln die erste „Cologne Commons“ statt, eine Konferenz samt Festival für freie Musikkultur. Gebäude 9 und KunstWerk im rechtsrheinischen Deutz werden für zwei Tage zur Plattform für freie Musik, Netlabels und KünstlerInnen. Die Cologne Commons konzentriert sich hierbei auf die Möglichkeiten und Chancen des Webs.

Auf dem Programm stehen Themen wie CC-Musik im Netz – ökonomisches Experiment oder politische Handlung?, Digitale Selbstvermarktung im Internet oder Brauchen Künstler Geld?. Ich selbst werde am Freitag mit Marc Wallowy von Renommee diskutieren, ob Creative Commons-Lizenzen sinnvoll sind.

Was mir besonders gut gefällt: Die Aspekte, um die es sich tagsüber in Workshops und Diskussionen dreht, werden abends beim Festival auch live praktiziert.

Konzerte: Cologne Commons präsentiert Creative Commons Musiker und Netlabels
Das Internet verstehen die Köpfe hinter der Cologne Commons als Chance und den freien Vertrieb von Musik unter Creative Commons-Lizenzen als Lösung. Technisch versierte Musiklabels, die so genannten Netlabels beweisen zunehmend, dass der kostenlose und freie Download ein hervorragendes Mittel ist, Musikfans zu gewinnen und auf Konzerte zu locken. Darum offeriert die Cologne Commons nicht nur Workshops, sondern präsentiert Abends herausragende Netlabels, Musiker und Bands, die das Internet für ihre Zwecke professionell und seit Jahren erfolgreich nutzen.

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STUDIO BRAUN: Nützes Wissen & Termine

Aus dem Hause Nobistor, dem selbsternannten Pofaltenlabel von der Elbe, erreichten mich gestern 10 Fakten über STUDIO BRAUN, die man nie mehr vergisst, wenn man sie sich für immer merkt und die kann ich euch einfach nicht vorenthalten:

  • Das ehemalige vierte Studio Braun-Mitglied Matthias „Tex“ Strzoda ist in der neuen Bionade-YouTube-Kampagne als Interviewer zu sehen – für die Geschmacksrichtung „Quitte“.
  • Der mindestens instinkt-, wenn nicht gar komplett ahnungslose deutsche Filmmogul Bernd Eichinger ließ Rocko Schamoni fragen, ob der sich nicht eine Rolle im „Baader-Meinhof-Komplex“ vorstellen könne. Zum Beispiel die als Rudi Dutschke.
  • Die Figur des „Salzigen“ in Heinz Strunks Roman „Fleckenteufel“ ist stark an die Angewohnheit eines anderen, alles vorab salzenden Studio Braun-Mitglieds angelehnt.
  • Rocko Schamoni frönt in seiner Freizeit dem Design von Tapeten. Erstes Ergebnis: Eine schwarze Tapete, auf der er von Michail Bakunin über Cassius Clay bis Romy Schneider seine Helden in so einer Art Christbaumkugeln erscheinen lässt. Der Prototyp hängt im Cafe des Golden Pudel Club.
  • Der größte US-amerikanische Reggae-Großhändler hat von Jacques Palmingers neuer 7“-Single „Polizeihubschrauber“ 400 Stück bestellt: „Very weird german version of `Police in a helicopter`!“
  • Zu Auftritten als bevorzugt Kleinganoven mogelt „Dorfpunks“-Regisseur Lars Jessen immer wieder Studio Braun-Mitglieder in seine TV-Produktionen: Heinz und Rocko tauchten zweimal im „Großstadtrevier“ auf, Jacques und Rocko einmal in „Da kommt Kalle“ und alle drei einmal bei „Der Dicke“ mit der gemütvollen Speckschwarte Dieter Pfaff.
  • Vier der sechs Studio Braun CDs sind nicht mehr im Handel erhältlich. Grund zumeist: Angerufene verlangten Entschädigungen oder gleich Löschungen der Telefonate. Noch heute belästigen derartige Beschwerden das Studio Braun. Dort heißt es inzwischen: „g“
  • Anzahl der seit 3 Jahren vom Pofaltenlabel Nobistor angekündigten Tonträger und DVDs mit Studio Braun-Beteiligung: 4
    Anzahl der seit 3 Jahren vom Pofaltenlabel Nobistor herausgebrachten Tonträger und DVDs mit Studio Braun-Beteiligung: 0
    Offizieller Grund dieses Missverhältnisses: Geldnot
    Wahrer Grund dieses Missverhältnisses: Geldnot & Prokastination in ungünstiger Mische
  • Die neue Studio Braun-Arbeit am Deutschen Schauspielhaus Hamburg befasst sich mit dem legendären Kremlflieger Mathias Rust – ein Leben, zerrieben zwischen Größenwahn und extremer Spießigkeit, genau wie bei Studio Braun. Uraufführung im Herbst 2010.
  • Heinz Strunks zusammen mit Stermann/Grissemann geschriebenes Filmdrama Immer nie am Meer wird nun auch als Theaterstück inszeniert: Premiere am 29. Mai bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen. In Hamburg ist es ab Herbst im Schauspielhaus zu sehen.

Außerdem gibt’s noch ein paar Konzert-, Quatsch- und Lesetermine, die könnt ihr aber genausogut selber rausfinden. Wer regelmäßig über das Treiben der Dschungelgelöt-Gang aus dem Norden informiert bleiben will, sollte sich dringend beim nobistor-Newsletter anmelden. Zum scheckig lachen.

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Valkaama: Call for Open (Source) Soundtrack

Vor ein paar Tagen machte mich Tim Baumann, der Kopf des kollaborativen Open Source Filmprojektes Valkaama, auf seine Suche nach einem Open Source Soundtrack aufmerksam, die ich hier gerne weitergebe. Valkaama ist ein Open Source No-Budget Drama in Spielfilmlänge und beruht auf dem gleichnamigen Roman von Hendrik Behnisch. Der Titel kommt aus dem finnischen (valkama + kaamos) und bedeutet soviel wie Heimat + Polarnacht.

Valkaama wird von einem Open Soundtrack Projekt begleitet, das sich zum Ziel gesetzt hat, einen freien Soundtrack zum Film zu schaffen. Mit Elusive Bonds und einer der Remix Versionen von Crossroads haben wir bereits zwei Songs. Das Ziel ist es, später eine komplette CD mit exklusiven Musiktiteln zum Film veröffentlichen zu können. Wenn Du oder Deine Band einen Song beisteuern wollt, würden wir uns sehr freuen. Einzige Bedingung: Der Song sollte inhaltlich und/oder von der Stimmung her zu Valkaama passen und unter der Lizenz Creative Commons by oder Creative Commons by-sa stehen. Da wir noch viel lieber einen Open Source Soundtrack machen würden, sind Quellmaterialien vom Song natürlich sehr willkommen.

Der Trailer lässt ganz gut auf die Stimmung des Filmes schließen und regt hoffentlich die eine oder den anderen MusikerIn an, ein eigenes Stück beizusteuern.

Neben dem kompletten Quellmaterial des Films stehen natürlich auch die bereits vorhandenen Tracks unter einer Creative Commons Lizenz bereit. Ein Remixen ist hier also ausdrücklich erwünscht. Sehr sehens- und hörenswert, wie ich finde.

Wenn ihr selber Musik macht, die Chancen von CC-Lizenzen nutzen und dieses Projekt damit unterstützen möchtet, wäre das eine großartige Sache. Wenn ihr Leute kennt, auf die diese Beschreibung zutrifft, erzählt es weiter! Tims Kontaktdaten und weitere Informationen gibt es drüben bei Valkaama.

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Frohe Botschaften beim Open Music Contest

Letzte Woche wurde ich zur offiziellen Botschafterin des Open Music Contests ernannt. Dazu gibt es sogar eine Pressemitteilung:

Nicole ist seit längerem in der deutschen Creative Commons Community aktiv — sie schrieb ihre Diplomarbeit über den Einsatz von CC in Nichtregierungsorganisationen (NGOs), gab Workshops und Vorträge zu dem Lizenzmodell und gründete mit M.eik Michalke die Creative Commons User Group Rhein-Ruhr (ccugrr). Für den Sampler zum OMC#3 arbeitete sie bereits maßgeblich am Text im Booklet. Sie unterstützt Zeitgeisty und bloggt.

Da sie immer wieder großes Interesse am Contest zeigte und ihn schon auf diversen Veranstaltungen vorstellte (sie vertrat den OMC u.a. bei den Feierlichkeiten zum fünften Geburtstag von Creative Commons in Berlin, sowie kürzlich auf dem BarCamp in Essen mit dem Schwerpunkt „Musik im Internet“), an denen wir selbst nicht teilnehmen konnten, schien es uns angebracht, sie offiziell in unser Team einzuladen. Wir freuen uns sehr, daß Nicole das neue Amt entzückt annahm und sich sogleich auf ihre „Antrittsmission“ vorbereitete: Vom 2.-4. April 2008 besucht sie zum ersten Mal als frohe OMC-Botschafterin die Web2.0-Konferenz re:publica ’08 in Berlin.

Herzlichen Dank an die Organisatoren, allen voran M.eik Michalke für die Ernennung. Ich freue mich auf gute Zusammenarbeit und darauf, die frohe Botschaft in die Welt zu tragen!

Beim Open Music Contest handelt es sich um einen Bandwettbewerb, zu dessen Teilnahmebedingungen es zählt, die eingesandten Stücke unter einer Creative Commons Lizenz zu veröffentlichen. Dieses Jahr findet der 4. Wettbewerb statt, der wie immer vom Asta Marburg organisiert wird. Viele Sponsoren und Förderer machen eine CD-Veröffentlichung möglich, so daß die CDs kostenlos an alle OMC-Fans verteilt werden können. Einige CDs vom letzten Jahr gibt es noch, und ich werde einen ganzen Karton mit zur re:publica bringen und dort verteilen. In diesem Sinne, always remember: „Music wants to be free“. Rock on…

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Best Of Netlabels: “Their Finest Hour Vol. 2?

Gerade bei Markus entdeckt: Das Phlow-Magazine hat eine neue Compilation Best Of Netlabels: “Their Finest Hour Vol. 2? veröffentlicht. Die Songs stehen als Download und Stream für euch bereit, und natürlich lässt mo. an seine Musik nur Creative Commons Lizenzen. Cool!

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Ich freu mich schon darauf, mo. am Wochenende beim BarCamp Ruhr, dessen „Nebenschwerpunkt“ das Thema Musik und Netlabels ist, zu treffen.

Mehr dazu in Kürze!

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