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Was war nochmal dieses Internet?

Die Woche begann mit einem lustigen Video, in dem PolitikerInnen mit ihrem Wissen über IT und Internet glänzten. Ups, gleich zwei Lügen in einem Satz: Zum einen ist das Video nur auf den ersten Blick lustig und auf den zweiten eher erschreckend. Zum anderen kann hier von Wissen wirklich nicht die Rede sein, wohlwollend betrachtet ggf. von gefährlichem Halbwissen. Aber seht selbst:


Link: sevenload.com

Und eben diese Politiker hatten dann im Laufe der Woche einige Entscheidungen zu fällen, die sich direkt auf unsere Internet- und Computergewohnheiten auswirken.

Das Urheberrecht soll an das digitale Zeitalter angepasst werden. Schönes Vorhaben. Dass ist ja auch in unserem Interesse. Die Ergebnisse sind allerdings, wie erwartet, alles andere als erfreulich. Alles weitere dazu findet ihr im Überblick mit Pressespiegel sowie in den ausführlichen Hintergrundinfos bei Netzpolitik.

Heute hat dann der Bundesrat den so genannten Hacker-Paragraphen entgegen großer Bedenken von Experten durchgewunken. Problematisch an diesem Paragraphen (202c StgB) ist, dass die dadurch kriminalisierten „Hacker-Tools“ auch Systemadministratorinnen, Programmierern und Beratern dazu dienen, Netzwerke und Endgeräte auf Sicherheitslücken zu prüfen. In der Folge machen sich zukünftig Wissenschaftlerinnen und ITler beim Ausüben ihrer Tätigkeiten strafbar und können nur auf die Gunst der Richter hoffen. Presseüberblick ebenfalls bei Netzpolitik. Der Chaos Computer Club liefert gleich die passende Antwort darauf:

bluemchenwiese.jpg

Kurz gefasst lässt sich sagen, dass hier mal wieder Menschen über Dinge entscheiden, von denen sie keine Ahnung haben bzw. deren Auswirkungen sie garnicht beurteilen können. Und langsam wird der Ruf aus der Online-Welt nach Aufklärung und Bewusstseinswandel immer lauter. Unter anderen haben sich Gernot und Kai der Thematik bereits ausführlich angenommen, von Gernot kam heute sogar ein Vorschlag für eine entsprechende Initiative. Da wird bereits fleißig diskutiert, ich finde die Idee prinzipiell gut, aber sicher nicht so einfach umzusetzen. Deswegen gibts beim BarCamp Cologne 2 auf jeden Fall eine Session und viel Gesprächsbedarf zu diesem Thema.

Nach den ganzen deprimierenden Nachrichten hier noch ein erfrischend anderes Video zum Wochenende. Denn die Rettung aus dieser Misere kann wohl wieder nur aus Indien kommen. Und immer dran denken: Ein Browser ist ein Browser ist ein Browser. Alles klar?

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Creative Commons im Wissensmanagement-Magazin

Kurzer Hinweis in eigener Sache: In der Fachzeitschrift Wissensmanagement ist in der aktuellen Ausgabe ein von mir verfasster Artikel über Creative Commons erschienen:

Creative Commons Lizenzen: Urheberrecht im digitalen Zeitalter
Urheber genießen in Deutschland einen gesetzlichen Schutz durch das Urheber-rechtsgesetz. Dieses gewährt ihnen die exklusiven Rechte, ihre Werke zu veröffentlichen, zu verbreiten, zu vervielfältigen, auszustellen und gegen Entgelt zu verwerten. Die Übertragung der Nutzungsrechte an Dritte bedarf einer individuellen Absprache, z.B. in Form eines Lizenzvertrages. Doch die Wissensgesellschaft sieht sich aufgrund ungeahnter Möglichkeiten der Publikation und Nutzung digitaler Güter mit immer neuen Herausforderungen konfrontiert. Diese verlangen von Akteuren im digitalen Raum, entsprechende Potenziale zu erkennen und sie in einem rechtlich abgesicherten Rahmen zu nutzen. Hierbei können Creative Commons Lizenzen die Urheber in Form einer effektiven und flexiblen Rechtegestaltung unterstützen…

Auf der Website ist der Artikel allerdings nicht kostenlos abrufbar und im Print einigermaßen kostspielig, aber soweit ich das verstanden habe, darf ich den Artikel parallel auf meiner Website anbieten. Mehr dazu damnäxt in diesem Theater. Jetzt noch auf in den Endspurt bei der re:publica.

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Schwerer Schlag

Meine Zukunft ist ja sowieso ungewiss: In Fachkreisen wird die Frage immer lauter, ob sich das Internet durchsetzen wird. Heute hat’s mir dann aber echt die Schalter rausgehaun: BIER soll jetzt verboten werden. Da müssen Ben und ich uns wohl doch noch was einfallen lassen… Immerhin haben wir die gleichen Stimmen, obwohl wir zwei verschiedene Personen sind.

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