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Mikroblogging und soziale Bewegungen

Zum einmonatigen Veröffentlichungsjubiläum möchte ich endlich auch auf den ausführlichen Beitrag zu Mikroblogging und sozialen Bewegungen bei mensch.coop hinweisen.

Timo beschreibt darin, wofür und in welchem Maße Dienste wie twitter oder Lanconica bereits von AktivistInnen genutzt werden, wie Microblogs überhaupt funktionieren und was zukünftig in dem Bereich denk- bzw. machbar ist. Außerdem führt er sehr viele Praxisbeispiele auf, der Artikel dient damit sehr gut als Einstieg für weitere Recherchen und eigene Aktionen.

2.2 First Publish, then Filter!

Was teilweise in (deutschsprachigen) aktivistischen Kreisen noch nicht richtig verstanden wurde, ist der Paradimenwechsel des Web2.0, der hinter den Mikroblogs steht. So sind Mikroblogs nicht nur eine neue Art dezentral bzw. mobil Informationen zu empfangen, was ja auch mit WAP-Tickern oder RSS-Feeds möglich ist, sondern es kann mit Mikroblogs ebenfalls dezentral an viele gesendet werden. Dies kann gravierende Auswirkungen haben. Durch diese Möglichkeit kann lokales Wissen z.B. über Blockaden, Übergriffe, Nazis etc. schneller direkt an viele Menschen weitergegeben werden, was bei Aktionen einen entscheidenden Zeitvorteil bringen kann.

Natürlich weist er ebenfalls darauf hin, wie wichtig der verantwortungsvolle Umgang mit diesen mächtigen Werkzeugen ist.

Was generell fehlt ist sinnvolle (Offline)-Literatur, gute Broschüren und ein gutes Wiki zu Medienkompetenz und Mikroblogging für soziale Bewegungen. Die Entwicklung ist halt noch recht neu. Zentral wir außerdem die Herausbildung einer Policy für verantwortungsbewußte Nutzung von Mikroblog innerhalb von sozialen Bewegungen sein, wie sie sich auch für die Nutzung von Indymedia entwickelt hat, damit Mikroblogs breiter genutzt werden können.

Der notwendige Schutz von Privatsphäre und Anonymität erfordert ein großes Maß an Know-how und geeignete Tools. Timo empfiehlt dafür ausdrücklich die Open-Source-Software Laconica, auf der auch der bekanntere Microblogging-Service Identi.ca läuft.

Ich glaube das Laconi.ca nachhaltiger ist, und es sich lohnt in Initiativen zu investieren, die von den Bewegungen und Menschen kontrolliert werden können.

Mithilfe dieser Software hat mensch.coop bereits seinen eigenen Microbloggingdienst unter http://mikro.mensch.coop/ eingerichtet, auf dem z.B. ausführlich über den Castortransport berichtet wurde. Außerdem gibt es noch eine aktuelle Analyse von Mikroblogging-Aktivitäten bei der Gegenmobilisierung zum Naziaufmarsch am 14.02.2009 in Dresden.

Vielen Dank an Timo für diese umfassende Recherche. Sagt’s weiter, damit sein Statement „Derzeit herrscht gerade im deutschsprachigen Raum bei der mobilen Aktionskommunikation noch Web 1.0 vor.“ bald über den Haufen geworfen werden kann.
[…]

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Vote Republican and get what you deserve

Das zur Unterstützung der demokratischen Partei der USA gemachte Video „I’m voting Republican (You’ll get what you deserve)“ lässt vermeintliche Wähler der Republikaner zu Wort kommen und ihre Wahl begründen. Gründe wie „Women just can’t be trusted to make decisions about their own bodies…“ oder „Hybrid cars really suck“ werden hier – auf wunderbar ironische Weise – angeführt und sollen die aktuellen Position der Republikaner entlarven. Unbedingt sehenswert.

Auf der Website I’m voting Republican finden sich zu jedem einzelnen Segment nähere Infos sowie die jeweilige Position der Demokraten. US-Bürger sollen durch dieses Video mobilisiert werden, sich zur Wahl zu registrieren, damit die Republikaner nicht schon wieder als Sieger hervorgehen. Interessierte finden außerdem Anregungen, wie sie sich näher informieren und vor allem auch an Aktionen und dem politischen Geschehen beteiligen können.

via (netzpolitik)

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Netz gegen Nazis

Gestern ist das neue Online-Projekt der Zeit Netz gegen Nazis gestartet. Dieses Projekt wendet sich gegen den Rechtsextremismus in Deutschland und will Opfern rechter Gewalt und Bedrohung mit Rat und Tat zur Seite stehen.


Aus der Pressemitteilung:

„Die Aktion NETZ-GEGEN-NAZIS.de will darüber aufklären, wie sich rechtsextremistische
Tendenzen in unseren Alltag einschleichen. Zielgruppe der Aktion sind besonders jene
Menschen, die in ihrem alltäglichen Umfeld mit Rechtsextremismus in Berührung kommen:
Sportler ebenso wie Feuerwehrleute, Lehrer und Schüler, Fans und Trainer, Eltern und
Kinder. Kurz: Wir alle!

Mitinitiatoren von NETZ-GEGEN-NAZIS.DE sind der Deutsche Fußball-Bund, die DFL
Deutsche Fußball Liga und der Deutsche Feuerwehrverband mit der Deutschen
Jugendfeuerwehr. TV-Partner ist das ZDF, Online-Partner sind die großen Communities
studiVZ, schülerVZ und meinVZ. Neben dem Internetportal NETZ-GEGEN-NAZIS.de, das
Kern der Aktion ist, finden eine Vielzahl von Aktionen und Veranstaltungen der Partner statt.
Als erste Partneraktionen stellen DFL Deutsche Fußball Liga und der Deutsche Fußball-
Bund ganze Spieltage unter das Motto NETZ GEGEN NAZIS. Außerdem engagieren sich
mehrere deutsche Nationalspieler in kurzen Videoclips, die auf der Website zum Start
veröffentlicht werden, für die Aktion. Alle anderen Partner werden während des Projekts
vielfältige Aktionen realisieren, die zum Start von NETZ-GEGEN-NAZIS.de bekannt gemacht
werden.“

Das Online-Projekt besteht aus den Bereichen Wissen, Handeln und Diskutieren. Der Wissen-Teil enthält eine sehr umfassende, deutschsprachige Datenbank zum Thema Rechtsextremismus, im Handeln-Teil sollen anhand von 12 vorgegebenen Fragen Ratschläge zu alltäglichen Situationen im Umgang mit Nazis und Rechtsextremismus von Nutzern entwickelt und diskutiert werden. Der Diskutieren-Teil ist der offene Teil, wo Nutzer selber Fragen stellen und diese mit anderen Nutzern diskutieren können. Bei den prominenten Unterstützern und Medienpartnern darf man gespannt sein auf die Reaktionen in den politischen Lagern. Daumen hoch für dieses engagierte Projekt!

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Ahoi, Landratten: 1. Auflage des Piratenmagazins erschienen

Am Montag hat die Piratenpartei die erste Ausgabe ihres Piratenmagazins veröffentlicht. Auf 39 Seiten werden Themen wie Urheberrecht, RFID oder Filesharing behandelt und der Werdegang der Piratenpartei Deutschland sowie auf internationaler Ebene beschrieben. Hier gibts das Magazin zum Download als PDF. Die Inhalte stehen je nach Wunsch der jeweiligen AutorInnen unter einer Creative Commons Lizenz, deswegen ist nicht nur weitersagen sondern auch weitergeben ausdrücklich erwünscht.

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How to: Beschwerde gegen Vorratsdatenspeicherung

Es herrscht immernoch Unklarheit darüber, wie denn nun die Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung unterstützt werden kann. Eins vorweg: Ja, ihr müsst eine Vollmacht ausdrucken, unterschreiben und an den Berliner RA Starostik schicken, sprich einen Medienbruch in Kauf nehmen. Kai war so freundlich, ein ausführliches How-to zu verfassen und per CC-Lizenz zur Verfügung zu stellen:

Eigentlich weiß jeder was zu tun ist. Gründe gibt es genug, sich der Sammel-Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung anzuschließen. Gründe findet man ausreichend auch noch in einer fünfminütigen Info (Mehr Aufklärungsmaterial gibt es hier). ABER oft läuft dabei etwas schief, weil nämlich die zwingend erforderliche Vollmacht nicht ausgedruckt und verschickt wird. DARUM, damit bei dieser wichtigen Sache nichts schief läuft – hier eine Anleitung in 3 Schritten. So und nicht anders muss das gemacht werden. Also auf, die Zeit drängt, denn Registrierungen und Vollmachten werden nur noch bis zum 19.11.2007 (Poststempel) – also nächsten Montag – angenommen! Auf auf!!!

Schritt 1: Registrierung ausfüllen

Registrierungsformular
Das Registrierungsformular wird ausgefüllt und danach durch Klicken auf “Absenden” abgeschickt.

Die Registrierung enthält die Daten zur Verfassungsbeschwerde. Das Registrierungsformular findet man hier: http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/51/70/lang,de/. Das wird online ausgefüllt und dann per Klicken auf “Absenden” übermittelt. Die Daten, die für die Verfassungsbeschwerde benötigt werden, gehen dann beim Berliner Rechtsanwalt Meinhard Starostik ein. Damit Starostik die Verfassungsbeschwerde durchsetzen kann benötigt er aber aber das Vollmachtsformular, das es nach dem Abschicken der Registrierung zum Herunterladen gibt.

Schritt 2: Vollmacht ausdrucken und ausfüllen

Vollmachtsformular
Das Vollmachtsformular wird vollständig ausgefüllt und unterschrieben.

Die benötigte Vollmacht gibt es nach dem Abschicken der Registrierung zum Download als PDF- oder RTF-Dokument. Das lädt man herunter, druckt es auf dem Drucker aus und füllt dann alle erforderlichen Felder (im PDF auch direkt am Computer möglich) aus. Nicht vergessen; die Unterschrift!

Schritt 3: Eintüten und Abschicken

Vollmacht ausgefüllt
Die ausgefüllte Vollmacht kommt in den Briefumschlag und wird an Rechtsanwalt Meinhard Starostik geschickt. Frankieren nicht vergessen!

Danach liegt das ganze ungefähr wie oben dargestellt auf dem Tisch (oder wo auch immer). Das große Eckige kommt ins kleine Eckige. Wer so luxuriöse Briefumschläge mit Fenster besitzt, braucht den Brief nur noch frankieren und in den nächsten Briefkasten stecken. Wer kein Fenster im Umschlag hat, schreibt es eben drauf und steckt den fertig frankierten Briefumschlag ebenfalls in den nächsten Briefkasten. Alles bis zum 19. und man hat seinen Teil geleistet. Gekostet hat es nicht mehr als einen Briefumschlag, eine 55 Cent Briefmarke, etwas Druckertinte und einen Gang zum Briefkasten. Die Verfassungsbeschwerde kostet nichts (in Ziffern: 0), denn…

Das Gerichtsverfahren und Ihre Vertretung vor Gericht ist für Sie kostenfrei. Ihnen entstehen also keinerlei Gerichts-, Anwalts- oder sonstige Kosten. Dies gilt auch dann, wenn die Verfassungsbeschwerde keinen Erfolg haben sollte.

(Quelle: http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/51/70/)

Viel Erfolg beim Mitmachen! Jetzt handeln!

Text verfasst von Kai Uhlemeyer unter cc-by

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Demo gegen Vorratsdatenspeicherung

Am kommenden Samstag findet in Berlin eine Großdemonstration unter dem Motto „Freiheit statt Angst“ gegen die geplante Vorratsdatenspeicherung statt.

Den Aufruf und viele weitere Infos findet ihr auf der Website des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung und im entsprechenden Wiki.

Forderungen sind unter anderem:

  • keine Totalprotokollierung von Telefon, Handy und Internet (Vorratsdatenspeicherung),
  • keine geheime Durchsuchung von Computern,
  • Stopp der Videoüberwachung des öffentlichen Raums, keine automatische Gesichtskontrolle,
  • Stopp von Biometrie und RFID-Chips in Ausweisen und Pässen,
  • keine Vorratsspeicherung von Flugpassagierdaten,
  • kein automatischer Kfz-Kennzeichenabgleich auf öffentlichen Straßen.

Ich selber kann dem Aufruf leider nicht nachkommen, bin auf der Stubnitz in Amsterdam, die Bam Bam Babylon Bajasch bewundern, gebe ihn aber hier gerne weiter und hoffe auf rege Beteiligung. Unser lieber Exil-Berliner Kai wird sich sicherlich auch mal sehen lassen, wenn das nicht ein Grund ist!?

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NetzverbessererInnen und BarCamp-Video

Im Nachgang zu meinem BarCamp-Beitrag hier kurz zwei aktuelle News:

Seit -heute- gestern ist die Plattform der Netzverbesserer Online. Anstoß waren ein Blogeintrag von Gernot sowie die entsprechende Session beim BarCamp. Die Plattform läuft ebenfalls über die Alpha-Version von mixxt, und hat mittlerweile bereits 23 (!?) Mitglieder. Praktischerweise können alle, die sich beim BarCamp bereits über mixxt angemeldet haben, ihr Login einfach auch hierfür verwenden. Nachfolgend der Info-Text der Netzverbesserer und -verbesserinnen:

Immer mehr hat es den Anschein, als passten die schöne neue Welt des Web 2.0 und die Politik nicht zusammen. Die anarchisch geprägte Netzkultur dehnt sich in immer mehr Bereiche unseres Alltags aus, und trifft dort immer öfter auf ahnungslose Politiker und Meinungsbildner, deren Aktionismus meist weit mehr Schaden anrichtet als nützt.

Die Forenhaftung, die Abmahngesetze, der „Hackerparagraph“, und die Vorratsdatenspeicherung sind leider nur wenige Beispiele in einem ganzen Fundus von halbgaren Entscheidungen, mit denen die Netzgemeinde zu leben hat. Hier sollen Ideen gesammelt werden, wie diese Situation verbessert werden kann. Wie die Stimmen, die im Netz sowohl von Benutzer- als auch von Unternehmensseiten kommen, im „richtigen Leben“ endlich Gehör finden können. Diese Initiative möchte einen Platz für diejenigen bieten, die sich engagieren wollen. Es soll ein Forum zur Sammlung von Informationen und Ideen sein, und eine Plattform um Erfahrungen auszutauschen.

Diese Initiative soll da ansetzen, wo die „etablierten“ Stimmen der Netzgemeinde scheitern. Sie ist kein neuer Verein, keine „Dachorganisation“, sondern will ein verbindendes Element sein, das die vorhandenen Ressourcen nutzt. Was dafür zu tun ist, ist Thema der Diskussionen hier.

Wir stehen noch am Anfang eines dringend nötigen Prozesses. Die Ideen sind jung und noch formbar. Zwei Dinge stehen jedoch fest: Wir brauchen bessere Information derjenigen, die sich engagieren wollen. Und eine bessere dezentrale Vernetzung. Beides wollen die „Netzverbesserer“ bieten.

Zweite schöne Nachricht: Das BarCamp-Video vom Elektrischen Reporter ist ebenfalls ready2use. Have a look and feel free to share, die Videos sind unter der freundlich-frischen CC BY-NC-SA lizenziert.

Außerdem: Fotos bei ipernity, flickr, sevenload. Check it out.

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