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Hier gibt es nichts zu editieren.

Bei der Wikipedia-Buchpräsentation hat Khesrau Behroz diesen wunderbaren Text zum Besten gegeben. Wikimedia Deutschland hat ihn nun noch mal vor die Kamera gezerrt und um Wiederholung gebeten.

Nichts zu editieren from Wikimedia Deutschland on Vimeo.

Nichts zu editieren (Khesrau Behroz, CC-BY-SA)

Sie dürfen diese Arbeit missbilligen.
Sie dürfen sie verachten, sie dürfen sich angeekelt fühlen.
Scheuen Sie sich nicht und kritisieren Sie.
Toben und tosen Sie, hauen Sie mit der Faust auf den Tisch,
schmeißen Sie ihn meinetwegen um.
Weisen Sie auf Ihre schwere Vergangenheit hin, denken Sie darüber nach,
welche Verbrechen in Ihrem Land ausgeübt worden sind, aber seien Sie großzügig.
Unter einer Million Toten brauchen Sie gar nicht erst anzufangen.
Spucken Sie beim Sprechen, das verleiht Ihrer Missbilligung einen ganz besonderen Akzent,
sagen Sie Ihrem Gegenüber ruhig, in welchen suboptimalen familiären und sozialen Verhältnissen er oder sie doch aufgewachsen ist,
denn – in der Tat – es muss ja so, es kann ja nicht!

Seien Sie wie Kerner, distanzieren Sie sich sogleich von Ihrer Maßlosigkeit,
schließlich sagen Sie ja nur, Sie meinen ja nicht.

Fluchen Sie, ja, fluchen Sie, wozu haben Sie denn diese Stimme?
Stellen Sie sich trotzig in den Raum und zeigen Sie auf den Urheber – mit dem nackten Finger! –
Schändung!, schreien Sie ruhig „Schändung“, es ist ein außerordentlich kluges Wort –
vergessen Sie nicht, vergessen Sie nicht, dabei ein- und wieder auszuatmen,
Sie wollen es tunlichst vermeiden, dass Ihnen ausgerechnet dann der Atem stockt,
wenn Sie parieren müssen.
[…]

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SWR2-Sendung über freie digitale Kultur

SWR2 Wissen hat heute morgen eine Sendung mit dem Titel „Gemein-Freiheit – Vorboten einer freien digitalen Kultur“ ausgestrahlt. Sehr hörenswert!

Zitieren, kopieren und collagieren – die Sprache des 21. Jahrhunderts ist digital. Texte, Musik, Bewegtbilder lassen sich in Sekundenbruchteilen körperlos rund um den Erdball schicken. Die binäre Information ist so flüchtig geworden wie der Gedanke selbst. Ort und Zeit spielen im virtuellen Gedanken- und Ideenaustausch keine Rolle. Ganz gleich, ob Kunst, Kultur oder Wissenschaft – im virtuellen globalen Netzwerk des Internet wird gemeinsam an einer neuen Kultur gebaut, mit neuen Regeln und Werten.

Zu Wort kommen z.B. Lawrence Lessig, John Weitzmann, Markus Schmidt und Volker Tripp.

Die Sendung von Sebastian M. Krämer steht beim SWR2 auch zum Download bereit und zum Nachlesen kann man sogar einen Blick ins Manuskript werfen. Vorbildlich.

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„Tag der freien Lizenzen“ in Leipzig

Am 19. September 2009 präsentieren die essential existence gallery (eeg), das sublab und die Free Software Foundation Europe (FSFE) einen „Tag der freien Lizenzen“ in Leipzig. Tagsüber werden im Westwerk freie Angebote, witzige Aktionen, interessante Workshops und Vorträge der Extraklasse geboten, abends ab 19 Uhr geht es dann im Superkronik weiter mit dem Podium „Mein Commons? Dein Commons? CREATIVE COMMONS!“

openheartfairIch werde dort eine Einführung in Creative Commons Lizenzen geben und zusammen mit Amir El-Moawen (renomme) und Bastian Thüne (DeBug) erläutern, wie diese freien Lizenzbausteine funktionieren, wo der Ursprung des Gedankens zu finden ist und welche Vorteile für NutzerInnen entstehen. Außerdem werden wir über deren Schwachstellen reden und rechtliche Fragen zum Betrieb eines Netlabels klären.

Anschließend präsentieren DJs und Live Acts aus Leipzig, Berlin, Chemnitz und Mainz bei der ersten Netaudio-Nacht Leipzigs ihr musikalisches Repertoire.

Flyer (front): Tag der freien LizenzenFlyer (back): Tag der freien Lizenzen
Flyer per Klick vergrößern

Der Termin übrigens geschickt gewählt, in Leipzig wird am selben Tag auch das „Westpaket“ auf der Karl-Heine-Straße gefeiert und weltweit der „Software Freedom Day“ begangen. Aus der Pressemitteilung:

Hintergrund der Aktionen:

Urheberrecht ist nichts Neues, und trotzdem entwickelte es sich mehr und mehr zum Problem. Der Auslöser des „Problems“ ist eine revolutionäre Technologie zur weltweiten Vernetzung namens „Internet“. Revolutionär nicht nur bezüglich des Zugangs zur Kultur und bezüglich ihrer Verbreitung, sondern vor allem auch bezüglich einer breiten Beteiligung am Schaffen von Kultur. Obwohl das Internet viele technische Hürden zur Nutzung unseres gemeinsamen kulturellen Erbes beseitigt hat, macht es die Konstruktion des heutigen Urheberrechts allen Kreativen zunehmend schwerer, darauf aufzubauen, und das gilt uneingeschränkt. Zumindest wenn Sie als Kulturschaffende/r keine rechtlichen Probleme riskieren wollen. Eine Ausnahme dazu heißt bei uns „Schrankenbestimmungen des Urheberrechts“, im angloamerikanischen Sprachraum etwas eleganter als „Fair Use“ bezeichnet. Wo aber ist die Grenze – bei einer Seite, bei drei, bei siebzehn? Wie sehr muss ein Musik-Sample verändert sein, um von den SchöpferInnen und Verwertern des Originals nicht mehr anklagbar zu sein?
[…]

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Dokumentation:“Was kommt nach dem Copyright“

Gestern habe ich mir endlich die Dokumentation „Was kommt nach dem Copyright“ angeschaut. Uneingeschränkte Einschaltempfehlung!

Keiner gibt es zu, aber viele tun es: Fotos, Filme und Musik aus dem Internet herunterladen, ohne einen Cent dafür zu bezahlen. Die in der Regel jugendlichen „Netz-Piraten“ werden von Legionen von Anwälten international gejagt. Andererseits entscheiden sich immer mehr renommierte Künstler, ihre kreativen Produkte kostenlos übers Internet anzubieten und Platten- oder Filmfirmen gezielt zu übergehen.

Doku:“Was kommt nach dem Copyright“ from Troy on Vimeo.

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Lizenzänderung für Wikipedia-Inhalte

Nachdem der Vorschlag, die Wikimedia-Inhalte künftig zusätzlich zur GNU Free Documentation License (GFDL) auch unter der Creative-Commons-Attribution-ShareAlike-Lizenz (CC-BY-SA) zu lizenzieren, seit längerem von CC- und Wikipedia-Verantwortlichen diskutiert wird, lädt das Kuratorium der Wikimedia Foundation nun die Wikimedia-Gemeinschaft
ein, über diesen Vorschlag abzustimmen:

Das Kuratorium hat verschiedene Lizenzmöglichkeiten für die Wikimedia-Inhalte in Erwägung gezogen und ist der Meinung, dass dieser Vorschlag die beste Möglichkeit darstellt, unser gemeinsames Ziel zu erreichen, Lehrmaterial zu sammeln, zu entwickeln, zu verbreiten und es allen Menschen dauerhaft kostenlos zugänglich zu machen.

Der Vorschlag der Foundation lautet, die Lizenz- und Nutzungsbedingungen aller Wikimedia-Projekte wie folgt zu verändern:

  1. Aller Inhalt, der gegenwärtig unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation (mit „Späterer-Versions-Klausel“) verfügbar ist, wird, wie die aktuelle Version der GFDL ausdrücklich zulässt, zusätzlich unter der Lizenz CC-BY-SA 3.0 verfügbar gemacht.
  2. Neue Bearbeitungen durch die Gemeinschaft müssen auf diese Weise dauerhaft doppelt lizenziert werden, Inhalt von Dritten kann allerdings ausschließlich unter CC-BY-SA stehen.
  3. Weiterverwender werden informiert, dass Inhalte, die importierten CC-BY-SA-only-Inhalt enthalten, nicht gemäß der GFDL genutzt werden können.

Autoren und Bearbeiter werden auch, wie bereits jetzt in Richtlinien und Praxis üblich und auch mit der CC-BY-SA vereinbar, zustimmen müssen, dass Nachnutzer ihre Namen angeben müssen; dies muss wenigstens durch einen Link oder die URL zum Artikel geschehen, zu dem die Benutzer beitragen.

Siehe Licensing update/Questions and Answers/de für eine vollständigere Übersicht.

Die vorgeschlagene Änderung der Lizenz soll mehr Kompatibilität und Weiternutzung freien Wissens auf der ganzen Welt ermöglichen, um die Vision umzusetzen, eine Welt zu schaffen, in der jeder einzelne Mensch freien Anteil an der Gesamtheit des Wissens hat.

Ausführliche Infos sowie Pro- und Contra-Argumente findet sich im Wiki zur Lizenzänderung.

Die Abstimmung läuft seit dem 12. April und endet am 03. Mai 2009. Stimmberechtigt sind alle, die an Wikimedia-Projekten mitarbeiten und in einem Projekt mindestens 25 Bearbeitungen vor dem 15. März 2009 getätigt haben.

WählerInnen! Macht von eurem Wahlrecht Gebrauch! Hier gehts lang zur Abstimmung.

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Unter: Creative Commons, Kultur     Kommentare deaktiviert für Bundesarchiv stellt 100.000 Bilder unter CC online    

Bundesarchiv stellt 100.000 Bilder unter CC online

Die Nachrichten über die Verwendung von Creative Commons Lizenzen von „offiziellen Stellen“ scheinen sich gerade zu häufen.

Heute haben der Wikimedia e.V. und das Bundesarchiv eine erfreuliche Kooperation bekannt gegeben: Das Bundesarchiv spendet der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia ca. 100.000 digitalisierte Bilder, die z.B. Ereignisse und Personen der deutschen Kolonialgeschichte, der Weimarer Republik, der Zeit des Nationalsozialismus, der DDR und der Bundesrepublik Deutschland zeigen. Die Bilder werden wohl in den nächsten Tagen online gestellt.

Damit die Nutzungsbedingungen der Bilder kompatibel mit denen der Wikimedia Commons (der freien Datenbank für Bilder, Videos, Musik und gesprochene Texte) sind, hat man sich für die Copyleft-Lizenz CC-BY-SA entschieden. Diese erlaubt neben der kommerziellen Nutzung z.B. auch die Bearbeitung der Bilder.

Markus Beckedahl hat Mathias Schindler vom Wikimedia e.V. Vorstand und dem Wikimedia Foundation Communications Committee dazu interviewt:

netzpolitik.org: Das Projekt klingt ja sehr vorbildlich. Kann man hier von einer Vorbildfunktion für andere öffentlich-finanzierte Einrichtungen sprechen? Was wünscht sich Wikimedia in diese Richtung?

Mathias Schindler: Es wäre für die Erhaltung und Zugänglichmachung des kulturellen Erbes in Deutschland, Europa und der Welt natürlich mehr als hilfreich, wenn mehr Mittel für Digitalisierung zur Verfügung stünden. Wie gesagt, es warten noch mehr als 10 Millionen Bilder alleine beim Bundesarchiv auf ihre Digitalisierung (fairerweise muss man anmerken, dass darunter auch viele Bilderserien sind, also der gleiche Politiker oder gleiche Panzer einige Male hintereinander). Wenn die Inhalte dann aber einmal digital verfügbar sind, sollte die Öffentlichkeit über so viele Kanäle und so einfach wie möglich darauf zugreifen können.

Das gleiche gilt für aktuell neu erstellte Inhalte: Was aus öffentlichen Mitteln finanziert ist, sollte bereits von Anfang an der Öffentlichkeit zur uneingeschränkten Verwendung freistehen. Die Kooperation mit dem Bundesarchiv ist deshalb sehr wichtig, denn sie zeigt auf, was alles mit Inhalten möglich ist, sobald sie Teil der Allmende geworden sind.

Ich kann mich Markus nur anschließen und mich über diese „kleine Revolution für deutsche Verhältnisse“ sehr freuen! Vielen Dank, liebes Bundesarchiv!

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BarCamp Hamburg – ich bin drin

KurzerLängerer Zwischenbericht vom BarCamp in Hamburg (bchh08), das dieses Wochenende in den Räumen von OTTO stattfindet: Ein großes Hallo zur Begrüßung, viele bekannte und von mir geschätzte Gesichter, natürlich auch einige übliche Verdächtige. Glücklicherweise habe ich mir die Party gestern Abend gespart und bin somit heute kommunikations- und aufnahmefähig.

Zwei Pluspunkte sofort vorweg: Die T-Shirts (von ABT) kann man auch in seiner Freizeit anziehen, ohne gleich als Litfasssäule diffamiert zu werden. Sehr schick. Das Frühstück war sehr reichhaltig, und obwohl dieser Berg von Mett eher durch Unappetitlichkeit auffiel, kamen Menschen mit den besseren Argumenten (z.B. VegetarierInnen) völlig auf ihre Kosten.

Bei der Begrüßung und Sessionplanung wurde vom Orga-Team nochmal darauf verwiesen, dass die Sessions weniger Vortrags- und mehr Diskussionscharakter haben sollen und der Zeitrahmen eher eine Orientierung bieten und Dynamik zulassen sollen. Also mehr Bewegung wagen, das fehlte bei den letzten BarCamps und soll heute und morgen wieder besser oder „back to the roots“ werden.

Die vorgestellten Sessions schienen anfangs alle sehr businesslastig, später kamen dann doch noch recht interessant anmutende Vorträge hinzu. Oliver Ueberholz wird z.B. über die Marketingstrategie von Obama reden, Jan Tißler über die Zukunft von Blogs („ggf. müssen wir nach 5 Minuten abbrechen und Kaffee trinken gehen“) und Michelle Thorne, John Weitzmann und ich bieten eine Session zu Creative Commons an.

Das Netzwerken klappt auch gut, ich hatte bereits die Ehre, ben_ endlich auch mal in echt und nicht nur im Lesen kennen zu lernen :)
[…]

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