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FM4 über 10 Jahre Creative Commons

Anlässlich des Geburtstages meiner Lieblingslizenzen hat mich Robert Glashüttner von FM4 (Österreich!) zu Creative Commons interviewt. Das Interview gibt es leider nicht als Podcast, aber es ist ein begleitender Text entstanden: 10 Jahre Creative Commons. Auszug:

Das beste und wichtigste Beispiel dafür ist das Online-Lexikon Wikipedia – immerhin die sechstwichtigste Site im gesamten Web. Alle Texte und Multimedia-Daten unterliegen dort Creative-Commons-Lizenzen. Für Nicole Ebber, die bei der Wikimedia Deutschland e. V. arbeitet und über Creative Commons diplomiert hat, ist die Beziehung zwischen Wikipedia und Creative Commons ein Geben und Nehmen.

„Bei der Wikipedia wissen die Leute: Da kann ich die Inhalte frei verwenden, und diese stehen eben unter einer Creative-Commons-Lizenz. Sie sind das entsprechende Werkzeug, um diese Freiheit zu artikulieren. Das ist ein partnerschaftliches Ding: Wikipedia trägt mit seiner Bekanntheit dazu bei, dass CC bekannter wird, und CC vereinfacht die Nutzung von Wikipedia-Inhalten.“

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Wikipedia Academy 2010

Am 19. und 20. November 2010 veranstaltet Wikimedia Deutschland in der Frankfurter Goethe-Universität zum vierten Mal die Wikipedia Academy.

Wissenschaft trifft Wikipedia
Wikimedia Deutschland führt das Konzept der vergangenen Jahre fort: Wikipedia-Community und „Scientific Community“ sollen verstärkt miteinander in Dialog treten. Die Wikipedia ist als ein zentrales Medium aus der modernen Wissenschaftskommunikation kaum noch wegzudenken. Nun gilt es, das öffentliche Verständnis für Prozesse kollektiver Wissensdarstellung zu verbessern, Wikipedia als Plattform für den Dialog mit einer großen, interessierten Öffentlichkeit weiter zu etablieren und die Akzeptanz der freien Enzyklopädie und ihrer Schwesterprojekten weiter zu erhöhen. Rund um die Idee Freien Wissens und Wissensvermittlung wird es z.B. um Qualitätssicherung, Open Access, Freie Lizenzen und Wikipedistik gehen.

Die Energie des Wissens – wer Wissen schafft, bewegt!
In Anlehnung an das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgerufene Wissenschaftsjahr befasst sich die Academy uns darüber hinaus mit dem Thema „Die Zukunft der Energie“. Welche Debatten beherrschen Wissenschaftsszene und Öffentlichkeit? Warum ist die öffentliche Verfügbarkeit neutraler Information zu Energie und Energieforschung für unsere Zukunft so wichtig? Bei der Beantwortung dieser und weiterer Fragen setzt der Veranstalter zum einen auf die Unterstützung der Experten aus Wissenschaft und Praxis, kann aber zum anderen aber auch auf fundiertes Fachwissen in den Redaktionen und eigenen Projekten zurückgreifen.

Zedler-Medaille
Im festlichen Abendprogramm am Freitag wird die Zedler-Medaille für herausragende, neue Lexikon-Artikel und Bilder verliehen. Wissenschaftler der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie des Verlages Spektrum der Wissenschaft werden unter Moderation von Volker Panzer über „Die Energien des Wissens“ und deren positive wie negative Aspekte diskutieren. Im Anschluss bietet sich den interessierten Gästen und glücklichen Gewinnern die Gelegenheit zum Kennenlernen und Gedankenaustausch.

Anmeldung
Explizit sind mit dieser Veranstaltung auch Wissenschaftler angesprochen, die sich bisher nicht intensiv mit der Wikipedia auseinander gesetzt haben, aber einen Einstieg zum Thema suchen. Wikipedianer, Medienvertreter, Internetversteher und andere Autoren, die wissenschaftliche Inhalte produziert und veröffentlicht haben, sind ebenso herzlich eingeladen. Zur Anmeldung bitte hier entlang.

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Energie des Wissens – Artikel- und Bilderwettbewerb für die Wikipedia gestartet

Ich erlaube mir mal, hier für ein Projekt zu trommeln, an dem ich aktuell bei Wikimedia Deutschland arbeite. Die Zedler-Medaille 2010:

Energie des Wissen - was Wissen schafft, bewegt!Neue Autoren für die Freie Enzyklopädie Wikipedia zu gewinnen und hochwertige Artikel und Bilder zu generieren, ist das Ziel des laufenden Wettbewerbes von Wikimedia Deutschland. Bereits zum vierten Mal verleiht der gemeinnützige Verein gemeinsam mit der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur und dem Verlag Spektrum der Wissenschaft die Zedler-Medaille. Gesucht und ausgezeichnet werden neue Lexikonbeiträge und Bilder aus Natur- und Geisteswissenschaften sowie zum Thema „Wissenschaftsjahr 2010 – Die Zukunft der Energie“.

Teilnehmen darf jede und jeder! Dieser Wettbewerb spricht zum einen erfahrene Wikipedianer an, zum anderen sollen gerade Wikipedia-Neulinge motiviert werden, sich mit der Idee der Freien Enzyklopädie, Freien Wissens und Freier Lizenzen auseinander zu setzen und sich mit einen kleinen Teil am großartigen Ganzen zu beteiligen. Zentrale Teilnahmebedingung ist dabei, dass die Einreichungen unter die Creative-Commons-Lizenz CC-BY-SA gestellt werden und somit in der Wikipedia veröffentlicht werden können.

Wikipedia ist noch lange nicht fertig
„Die Wikipedia hat aktuell weit über eine Million Artikel und scheint damit für viele Nutzer nahezu fertig. Man findet zwar sehr vieles bei Wikipedia, aber es gibt tatsächlich auch noch viele Lücken im Lexikon, die gefüllt werden können und müssen“, begründet der Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland, Pavel Richter, die Aktion.

Bis zum 30. September haben engagierte Autoren, Fotografen und Grafiker Zeit, ihre Beiträge einzureichen. Die jeweils besten Artikel aus den Kategorien erhalten neben der Medaille ein Preisgeld von 2.000 Euro. Auf die Gewinner des Bilderwettbewerbes warten wertvolle Sachpreise wie Kameraobjektive, Videobrillen und Bildbände. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Wikipedia Academy am 19. November in Frankfurt am Main statt.

Alle Informationen zum Wettbewerb, zu den Teilnahmebedingungen und Gewinnen sowie Banner und Aushänge zum Mittrommeln stehen auf http://wikimedia.de/zedler. Viel Erfolg!

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Ich, Wikimedia und die Wikimedia Conference

Hier ist es gerade mal wieder etwas ruhiger, dabei gibt es großartige Neuigkeiten!

Seit 1. März arbeite ich als Projektmanagerin in Vollzeit-Festanstellung beim gemeinnützigen Verein Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V..

Wikimedia ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die Freies Wissen fördert. Durch die Sammlung, Entwicklung und Verbreitung von Freien Inhalten in allen Sprachen der Welt wird dieses Ziel verfolgt. Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V. unterstützt verschiedene Projekte. Das größte ist Wikipedia – die freie Enzyklopädie, deren Betreiber die Wikimedia Foundation ist.

Wow! Endlich kann ich meiner Leidenschaft für Freies Wissen, Freie Kultur und Freie Lizenzen auch beruflich nachgehen und es erwarten mich interessante Aufgaben und Projekte. Außerdem freue ich mich tatsächlich sehr über die Vorzüge der Festanstellung mit Büroarbeitsplatz gegenüber der Arbeit im Homeoffice. Pünktlich zum Start gab es drüben im Wikimedia-Blog eine nette Begrüßung: Zwei neue Kollegen.

Zur Zeit bereite ich die Wikimedia Conference 2010 vor, ein Treffen von MediaWiki-Entwicklern, Vertretern der internationalen Wikimedia Chapter und dem Board of Trustees, das nächste Woche (14. bis 18. April) in Berlin stattfindet. Ich bin sehr gespannt bis aufgeregt, dort ganz viele Wikipedianer und Wikimedianer kennen zu lernen und viel über die Projekte, Strategien und Ziele der Foundation, der Chapter und der Community zu erfahren. Ausführlichere Berichte folgen.

(Ja, gut aufgepasst, das Datum fällt genau auf die re:publica, mein Ticket habe ich schon in gute Hände abgegeben. Zumindest auf der Abschlussparty am Freitag werde ich mich – zusammen mit vielen Gästen unserer Konferenz – doch noch dort sehen lassen.)

Anlässlich meines Abschieds bei mixxt habe ich im mixxt-Blog einen Abschiedsbeitrag verfasst:

Zweieinhalb Jahre bei mixxt – Danke für eine tolle Zeit!

Zweieinhalb Jahre. Was für eine großartige Zeit. Eine Zeit, die mir so viel gegeben hat: interessante Aufgaben, angenehmes Teamwork, neue Freundschaften und vor allem Unmengen an Spaß. Zweieinhalb Jahre war ich Teil von mixxt. Heute ist mein letzter Tag, denn ab dem 1. März bin ich neue Projektmanagerin bei Wikimedia Deutschland.

Als eine der ersten Nutzerinnen (Nutzer-ID 45!!) von mixxt und frühes Mitglied des Teams hat mich der Enthusiasmus der mixxt-Gründer für ihr „Baby“ immer sehr beeindruckt und ich habe viel Neues von ihnen gelernt.

mixxt und ich und Ihr

Zweieinhalb Jahre vergehen rasend schnell, vor allem, wenn man so viele Dinge in diesem neumodischen Internet zu tun hat. Dazu zählten zum Beispiel die Aufgaben, mixxt noch bekannter und beliebter zu machen, neue Zielgruppen und Partner zu recherchieren und unsere Software durch intensives Testen, Reporten und Wünschen immer weiter zu verbessern. Schön war auch, dass ich als Projektleiterin für die Lokalisierung Einfluss auf Sprache und Formulierungen im mixxt-System nehmen konnte und außerdem unsere Übersetzungstabellen und -richtlinien optimiert habe. Außerdem konnte ich die Social-Media-Strategie des Unternehmens mitgestalten und habe auch im Bereich unserer White Label Community Lösungen einen Teil der Kommunikation übernommen.

Am Wichtigsten in all der Zeit war mir ohne Frage der Kontakt mit unseren Kunden, unseren Nutzern, unseren Kritikern und Fans, kurz: mit Euch! Per Twitter, unseren Blogs und der Support-Communtiy standen wir ständig in Verbindung. Ihr habt mixxt zu einem der wichtigsten Community-Baukästen im deutschsprachigen Netz gemacht. Dank Euch ist mixxt zum Quasistandard für die Organisation deutschsprachiger Barcamps und anderer Unkonferenzen geworden. Und genau die lagen und liegen mir besonders am Herzen.

Seit meinem allerersten BarCamp in Köln im Winter 2006 sind BarCamps für mich zu einer Leidenschaft geworden, die ich mit vielen mir lieb gewordenen Menschen teile. Hier konnte ich meine Scheu vor eigenen Präsentationen überwinden, weil sich alle Teilnehmer auf Augenhöhe begegnen und außerdem dankbar sind für den inspirierenden Wissensaustausch. Mich beeindrucken immer wieder die offene Atmosphäre und die Begeisterung und der Aktionismus aller Beteiligten.

Meine Erfahrungen habe ich versucht, im Leitfaden für die Organisation eines BarCamps zu sammeln und mit den Antworten anderer Organisatoren zu bündeln, um so der Community zumindest ein Teil dessen zurückzugeben, was sie mir gegeben hat.

Die Zukunft

Zwei wichtige Projekte, die erst im nächsten Monat das Licht der Öffentlichkeit erblicken werden, sind die Premium-Funktionen und die neuen statischen Info-Seiten inklusive eines umfangreichen FAQ- und Hilfe-Bereiches. Bei den Premium-Funktionen habe ich zusammen mit Oliver die Kommunikation mit der Presse und potentiellen Interessenten vorbereitet, die Texte der statischen Seiten und FAQ liefern aktuelle und hilfreiche Informationen zur mixxt GmbH und unserer Software.

Dankeschön.

Dankeschön an alle mixxt-Benutzer, Kunden und Partner für Euer konstruktives Feedback, Eure aktive Beteiligung an vielen Diskussionen und den durchweg freundlichen Dialog. Ihr seid sensationell!

Dankeschön an mixxt, Dankeschön an Oliver, Christian und Philipp, Dankeschön an Philip, Jan, Jakub, Sebastian, Christoph und Axel und alle ehemaligen mixxter. Die Zusammenarbeit mit euch war immer konstruktiv, eure Arbeits- und Kommunikationskultur immer offen und angenehm. Ihr rockt! Bloß eure Esskultur lässt geringfügig zu wünschen übrig, aber das muss ja niemand wissen.

Im Ernst: ihr werdet mir fehlen. Zumindest als Gründerin eigener Communities und aktive mixxt-Nutzerin bleibe ich Euch selbstverständlich erhalten.

Auf zu neuen Taten. 2010 wird spitze!

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Lizenzänderung für Wikipedia-Inhalte

Nachdem der Vorschlag, die Wikimedia-Inhalte künftig zusätzlich zur GNU Free Documentation License (GFDL) auch unter der Creative-Commons-Attribution-ShareAlike-Lizenz (CC-BY-SA) zu lizenzieren, seit längerem von CC- und Wikipedia-Verantwortlichen diskutiert wird, lädt das Kuratorium der Wikimedia Foundation nun die Wikimedia-Gemeinschaft
ein, über diesen Vorschlag abzustimmen:

Das Kuratorium hat verschiedene Lizenzmöglichkeiten für die Wikimedia-Inhalte in Erwägung gezogen und ist der Meinung, dass dieser Vorschlag die beste Möglichkeit darstellt, unser gemeinsames Ziel zu erreichen, Lehrmaterial zu sammeln, zu entwickeln, zu verbreiten und es allen Menschen dauerhaft kostenlos zugänglich zu machen.

Der Vorschlag der Foundation lautet, die Lizenz- und Nutzungsbedingungen aller Wikimedia-Projekte wie folgt zu verändern:

  1. Aller Inhalt, der gegenwärtig unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation (mit „Späterer-Versions-Klausel“) verfügbar ist, wird, wie die aktuelle Version der GFDL ausdrücklich zulässt, zusätzlich unter der Lizenz CC-BY-SA 3.0 verfügbar gemacht.
  2. Neue Bearbeitungen durch die Gemeinschaft müssen auf diese Weise dauerhaft doppelt lizenziert werden, Inhalt von Dritten kann allerdings ausschließlich unter CC-BY-SA stehen.
  3. Weiterverwender werden informiert, dass Inhalte, die importierten CC-BY-SA-only-Inhalt enthalten, nicht gemäß der GFDL genutzt werden können.

Autoren und Bearbeiter werden auch, wie bereits jetzt in Richtlinien und Praxis üblich und auch mit der CC-BY-SA vereinbar, zustimmen müssen, dass Nachnutzer ihre Namen angeben müssen; dies muss wenigstens durch einen Link oder die URL zum Artikel geschehen, zu dem die Benutzer beitragen.

Siehe Licensing update/Questions and Answers/de für eine vollständigere Übersicht.

Die vorgeschlagene Änderung der Lizenz soll mehr Kompatibilität und Weiternutzung freien Wissens auf der ganzen Welt ermöglichen, um die Vision umzusetzen, eine Welt zu schaffen, in der jeder einzelne Mensch freien Anteil an der Gesamtheit des Wissens hat.

Ausführliche Infos sowie Pro- und Contra-Argumente findet sich im Wiki zur Lizenzänderung.

Die Abstimmung läuft seit dem 12. April und endet am 03. Mai 2009. Stimmberechtigt sind alle, die an Wikimedia-Projekten mitarbeiten und in einem Projekt mindestens 25 Bearbeitungen vor dem 15. März 2009 getätigt haben.

WählerInnen! Macht von eurem Wahlrecht Gebrauch! Hier gehts lang zur Abstimmung.

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Bundesarchiv stellt 100.000 Bilder unter CC online

Die Nachrichten über die Verwendung von Creative Commons Lizenzen von „offiziellen Stellen“ scheinen sich gerade zu häufen.

Heute haben der Wikimedia e.V. und das Bundesarchiv eine erfreuliche Kooperation bekannt gegeben: Das Bundesarchiv spendet der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia ca. 100.000 digitalisierte Bilder, die z.B. Ereignisse und Personen der deutschen Kolonialgeschichte, der Weimarer Republik, der Zeit des Nationalsozialismus, der DDR und der Bundesrepublik Deutschland zeigen. Die Bilder werden wohl in den nächsten Tagen online gestellt.

Damit die Nutzungsbedingungen der Bilder kompatibel mit denen der Wikimedia Commons (der freien Datenbank für Bilder, Videos, Musik und gesprochene Texte) sind, hat man sich für die Copyleft-Lizenz CC-BY-SA entschieden. Diese erlaubt neben der kommerziellen Nutzung z.B. auch die Bearbeitung der Bilder.

Markus Beckedahl hat Mathias Schindler vom Wikimedia e.V. Vorstand und dem Wikimedia Foundation Communications Committee dazu interviewt:

netzpolitik.org: Das Projekt klingt ja sehr vorbildlich. Kann man hier von einer Vorbildfunktion für andere öffentlich-finanzierte Einrichtungen sprechen? Was wünscht sich Wikimedia in diese Richtung?

Mathias Schindler: Es wäre für die Erhaltung und Zugänglichmachung des kulturellen Erbes in Deutschland, Europa und der Welt natürlich mehr als hilfreich, wenn mehr Mittel für Digitalisierung zur Verfügung stünden. Wie gesagt, es warten noch mehr als 10 Millionen Bilder alleine beim Bundesarchiv auf ihre Digitalisierung (fairerweise muss man anmerken, dass darunter auch viele Bilderserien sind, also der gleiche Politiker oder gleiche Panzer einige Male hintereinander). Wenn die Inhalte dann aber einmal digital verfügbar sind, sollte die Öffentlichkeit über so viele Kanäle und so einfach wie möglich darauf zugreifen können.

Das gleiche gilt für aktuell neu erstellte Inhalte: Was aus öffentlichen Mitteln finanziert ist, sollte bereits von Anfang an der Öffentlichkeit zur uneingeschränkten Verwendung freistehen. Die Kooperation mit dem Bundesarchiv ist deshalb sehr wichtig, denn sie zeigt auf, was alles mit Inhalten möglich ist, sobald sie Teil der Allmende geworden sind.

Ich kann mich Markus nur anschließen und mich über diese „kleine Revolution für deutsche Verhältnisse“ sehr freuen! Vielen Dank, liebes Bundesarchiv!

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Raus aus der Anonymität – der WikiScanner hilft

Wem die Anmeldung für die Bearbeitung eines Wikipedia-Artikels bisher zu umständlich war, der musste seinen Senf oder seine Meinung zu bestimmten Themen bisher wohl oder übel anonym abgeben. Virgil Griffith hat dieser Misere nun ein Ende bereitet: Mithilfe seines WikiScanners können Edits unter bestimmten Voraussetzungen nun auch ohne Registrierung einem bestimmten Nutzerkreis zugeordnet werden. Super Lösung, da muss man sich nun einen Benutzernamen und ein Passwort weniger merken.

Als nette Randerscheinung können Interessierte mit dem Tool herausfinden, welche Wikipedia-Artikel z.B. von größeren Unternehmen oder Behörden verändert wurden. Diese identifizieren sich über ihre IP-Adressen bzw. Adress-Bereiche, welche sich wiederum per Whois in Realnamen umwandeln lassen.

Unter Wikidgame und MaltaStar findet man bereits interessante Edits aka Manipulationsversuche. Natürlich muss hier noch kritisch hinterfragt werden, wie sicher die Änderungen denn wirklich einem Mitarbeiter von Firma XY zuzuordnen sind. Virgil dazu:

Technically, we don’t know if it came from an agent of that company. However, we do know that edit came from someone with access to their network. If the edit occurred during working hours, then we can reasonably assume that the person is either an employee of that company or a guest that was allowed access to their network.

Von Seiten der Wikipedia wird das Projekt wohlwollend und positiv bewertet. Wir dürfen gespannt sein, was dieses wunderbar nützliche Spielzeug noch alles zu Tage fördert. Für die deutsche Wikipedia ist der WikiScanner allerdings bisher noch nicht öffentlich zugänglich.

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