Archiv für März, 2007


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Mob 2.0 in der taz

Unter dem Titel Mob 2.0 geht Robert Misik heute in der taz der Frage nach, ob Blogger die Welt besser machen. Darin verweist er z.B. auf die Videoplattform von Global Voices Online, auf der Zeugen von Menschenrechtsverletzungen unter dem Motto „see it, film it, change it“ Video- oder Fotodateien veröffentlichen können. In diesem Falle gibt Misik die Antwort: Ja, Blogger machen die Welt besser.

Dann schwenkt er über zu den verschiedenen politischen Strömungen, die im Netz ihr Sprachrohr finden und polarisieren:

Was im „normalen“ Diskurs marginal bliebe, kann über die selbstreferentiellen Wichtigkeits-Systeme im Web Bedeutung erlangen. Gewiss, das macht die politische Debatte lebendiger – vieles, was sonst im Einheitsbrei der Mitte unterginge, erobert sich jetzt seinen Platz. Das Spektrum der Meinungen differenziert sich angesichts der niedrigen technologischen Eintrittsschwellen aus. Man kann aber auch berechtigt Zweifel hegen, ob das die politischen Diskurse unbedingt gesünder macht. Verschwörungstheoretiker, Klimawandelleugner, rassistische Hetzer – auch sie tummeln sich im Netz wie die Fische im Wasser. Je durchgeknallter, umso auffälliger.

Und daraus folgert er dann auf den Mob 2.0: Der greift nicht auf die althergebrachte körperliche Gewalt zurück, sondern liefert sich Gefechte im digitalen Raum. Blogosphärischer Rufmord, Böswilligkeit und Denunziantentum machen die Welt wiederum nicht besser. Die allseits bekannte „Vermüllungsproblematik“ im öffentlichen digitalen Raum ist immer wieder ein gefundenes Fressen für die Kritiker.

Aber doch: Zum Ende kommt er zu dem Schluss, dass das Netz mit seiner Subjektivität und dem neuen Individualismus die Welt besser macht. Aber nicht im romantischen Sinne, sondern:

Gewiss bedeutet das nicht, dass, quasi über den Umschlag von Quantität in Qualität, eine Art kooperative, virtuelle „Schwarm-Intelligenz“ entstünde, wie es die Wikipedia-Philosophie nahe legt. Das ist Web-Romantik. Aber es ist doch eine ebenso simple wie unabweisbare Wahrheit: Unbequeme Nachrichten lassen sich heute nicht mehr leicht unterdrücken. In unseren Breiten nicht – aber auch in China oder Saudi-Arabien nicht. Im Blogzeitalter sitzen die Mächtigen unbequemer.

Er schließt mit der These, dass Themen aus der Blogosphäre bisher erst relevant werden, wenn sie von den „normalen“ Medien übernommen werden. Meiner Meinung nur noch eine Frage der Zeit!

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Web 2.0? Na Logo…

web 2.0 logos
Collage von ’stabilo boss‘ – lizenziert unter CC-BY-NC-SA.

Diese wunderbare Zusammenstellung wird bei Spreeblick ergänzt durch eine realitätsgetreue Beschreibung einiger bekannter Web 2.0-Dienste: Per Anhalter durchs Web 2.0. Sehr lesenswert, vor allem das hier bleibt unerreicht:

del.icio.us speichert die Adressen von Websites, die man sich später mal in Ruhe ansehen wollte, was man aber nie schafft, und stellt sie anderen Web-Nutzern zur Verfügung, die sie sich später mal in Ruhe ansehen wollen, was sie aber nie schaffen.

Damit kann ich mich 100%ig identifizieren. Gibt es eigentlich ein delicious-Leben nach dem Taggen?

Nachtrag: Die einzelnen Logos samt Funktion, Zugriffszahlen und Nutzermeinungen findet ihr bei web2logo.com.

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Open your eyes…

…mit offenen Augen durch die Welt, und vielen Leuten davon erzählen. In diesem Sinne gibts heute was auf die Augen: Die Animation „Big Brother State“ von der FH Augsburg ist ein tolles Beispiel, wie auf ansprechende Weise auf die Problematik in Datenschutzfragen und Überwachung aufmerksam gemacht werden kann. Ihr lieben potentiellen Kriminellen, schaut und staunt, und dann sagts weiter:

Die Flash-Animation steht übrigens zufälligerweise unter einer Creative Commons Sampling Lizenz, d.h. ihr dürft sie nicht nur kopieren, sondern auch dran herummashen (via netzpolitik.)

Und wo wir schonmal dabei sind, vor geraumer Zeit machte die hervorragende Animation „Trusted Computing“ die Runde. Hier nochmal zur Erinnerung:

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Schwarmintelligenz

Heute morgen im Radio gehört: deutsche und englische Wissenschaftler planen den größten Schwarmversuch ever. Am kommenden Sonntag findet dieser Versuch in den Kölner Messehallen statt, das Ganze wird organisiert von Quarks & Co und u.a. begleitet von „Der Schwarm“-Autor Frank Schätzig. Die Wissenschaftler vertreten die These, dass Menschen im Schwarm klug, effizient und demokratisch handeln sowie gemeinsam erstaunliche Leistungen zustande bringen, ohne dass der Einzelne sich darüber im Klaren ist. Diese These wollen sie mithilfe 200 Freiwilliger beweisen. Bis vor kurzem konnte man sich noch als Versuchskaninchen anmelden, mittlerweile sind aber alle Plätze ausgebucht. Die Sendung wird am 10.04. im WDR ausgestrahlt, making of und einen Bericht wird es aber auch online geben.

Da bin ich aber mal sehr gespannt. Vom Gefühl her würde ich die These zunächst mal bestätigen. Die Ergebnisse sollen z.B. dazu dienen, Gebäude oder Stadien bei Gefahr schneller und effizienter evakuieren zu können. Das ist die eine Seite, kollektive Intelligenz zur besseren Bewältigung bestimmter Aufgaben. Leuchtet ein. Leitet sich daraus auch die These ab, dass die Masse gemeinsam intelligenter denkt als das Individuum? Man betrachte da nur die geballte Intelligenz verschiedener Hooligan- oder Nazi-Gruppierungen… Welche Schlüsse lassen sich wiederum daraus ziehen und wie kann eine sinnvolle Abgrenzung stattfinden?

Update: Nach intensiverer Beschäftigung mit dem Thema, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass hier doch eindeutig unterschieden werden kann. Bei der Gleichschaltung zur NS-Zeit wurden die Menschen beeinflusst und in eine bestimmte Richtung gelenkt. Schwarmintelligenz kommt wiederum gerade dann zum Tragen, wenn keine Beeinflussung stattfindet und jeder seine Kompetenzen nach bestem Wissen und Gewissen einsetzt.

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pl0gbar#8 bekommt Besuch…

… und zwar unter anderem von mir. pl0gbar #8 steigt am Donnerstag, 07.03.2007 im Grünfeld, Belgisches Viertel in Kölle. Endlich schaffe ich es mal, dabei zu sein. So viele Male ist was dazwischen gekommen, aber was lange währt wird endlich gut, ich bin am Start. Die pl0gbar ist -ein Bloggertreffen, Social Event, Stammtisch, Beeralizing mit Hang zum Netz- WEB 2.0 in kuschelig, treffender lässt es sich sicher nicht ausdrücken. Dieses Mal gibt es eine Creative Commons Session, bei der ich versuche, Fragen der BesucherInnen und der aus-der-Ferne-ZuschauerInnen zu beantworten und mit ihnen ein wenig über die Lizenzen und deren Background plaudern bzw. diskutieren möchte. Ich bin gespannt! Das Konzept finde ich toll und innovativ, vor allem, weil von der üblichen PowerPoint-Leier abgewichen wird und es primär um persönliche Kontakte und Socializing geht. Also an das liebe pl0g.de-team: vielen Dank für Eure Einladung!

Passender Anlass übrigens: Ich hab mir vor ein paar Tagen zusammen mit Lurrie L. tatsächlich ein Avatar in Second Life geschaffen. Und so lautet das Motto mal wieder: Weg von der Kiste, raus auf die Strasse, back to First Life, Leute treffen, Ideen austauschen, das Mitmach-Web nicht nur im Netz erleben. Um 19 Uhr gehts los, kommt zahlreich!

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Internet Marketing Köln

Am 18. April findet im Spielplatz in der Kölner Südstadt eine interessante Veranstaltung zum Thema Internet/Online-Marketing statt. Hier geht es nicht primär um Vorträge a la Webmontag, sondern um den persönlichen Austausch zu Themen wie eben Marketing im Web 1.0 bis 3.0 und Stichworte wie Suchmaschinen- oder Affiliate-Marketing und SEO. Die Teilnehmerliste weist bereits über 70 Gäste auf. Ich werde auf jeden Fall dabei sein. Zum einen aus großem Interesse an dem Thema, zum anderen bin ich ja nach wie vor auf der Suche nach einem Job. Und da ist Networking doch immernoch die beste Medizin… Wir dürfen gespannt sein. Übrigens: Wie es sich für einen ordentlichen Stammtisch gehört, gibt es sogar gesponserte Getränke und Fingerfood. Alles Weitere und die Möglichkeit zur Anmeldung gibts beim Hitflip Merchant Blog.

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