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Raus aus der Anonymität – der WikiScanner hilft

Wem die Anmeldung für die Bearbeitung eines Wikipedia-Artikels bisher zu umständlich war, der musste seinen Senf oder seine Meinung zu bestimmten Themen bisher wohl oder übel anonym abgeben. Virgil Griffith hat dieser Misere nun ein Ende bereitet: Mithilfe seines WikiScanners können Edits unter bestimmten Voraussetzungen nun auch ohne Registrierung einem bestimmten Nutzerkreis zugeordnet werden. Super Lösung, da muss man sich nun einen Benutzernamen und ein Passwort weniger merken.

Als nette Randerscheinung können Interessierte mit dem Tool herausfinden, welche Wikipedia-Artikel z.B. von größeren Unternehmen oder Behörden verändert wurden. Diese identifizieren sich über ihre IP-Adressen bzw. Adress-Bereiche, welche sich wiederum per Whois in Realnamen umwandeln lassen.

Unter Wikidgame und MaltaStar findet man bereits interessante Edits aka Manipulationsversuche. Natürlich muss hier noch kritisch hinterfragt werden, wie sicher die Änderungen denn wirklich einem Mitarbeiter von Firma XY zuzuordnen sind. Virgil dazu:

Technically, we don’t know if it came from an agent of that company. However, we do know that edit came from someone with access to their network. If the edit occurred during working hours, then we can reasonably assume that the person is either an employee of that company or a guest that was allowed access to their network.

Von Seiten der Wikipedia wird das Projekt wohlwollend und positiv bewertet. Wir dürfen gespannt sein, was dieses wunderbar nützliche Spielzeug noch alles zu Tage fördert. Für die deutsche Wikipedia ist der WikiScanner allerdings bisher noch nicht öffentlich zugänglich.

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