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Neues Wordfeld-Video zur Vorratsdatenspeicherung

Bei Wortfeld gibts einen neuen Clip zur Vorratsdatenspeicherung, den ich ganz unterhaltsam finde:


Link: sevenload.com

Schön vor allem auch, dass alles verwendete Material entweder bereits in der Public Domain verfügbar oder mit freien Lizenzen versehen und zur Verwendung freigegeben ist. arrr!

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Jungle World zum Leben der Anderen

Die Jungle World setzt in ihrer aktuellen Ausgabe den Schwerpunkt auf „Wolfgang Schäuble, die innere Sicherheit und die Bundestrojaner“.

Stasi 2.0

Der Artikel „Kampf um Troja“ beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema Online-Durchsuchung und „Eine bedeutende Sammlung“ beleuchtet die Folgen von Vorratsdatenspeicherung und die Einführung biometrischer Daten in Ausweispapieren. Markus Beckedahl von netzpolitik.org wird in „Da wird eine Mauer um das Internet gezogen“ zu eben diesen und weiteren netzpolitischen Themen interviewt, hier ein kleiner aber feiner Auszug:

Ist das nicht eine verkehrte Welt, wenn der Staat zum Hacker wird und Hackerclubs zu Datenschützern werden?

Die Frage ist: Warum wird der deutschen Industrie die Verwendung von Hackertools verboten, mit denen deutsche IT-Systeme sicherer gestaltet werden könnten? Gleichzeitig löst der Staat eine derartige Verunsicherungsdebatte aus, dass das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger geschädigt wird. Das ist kurios und schädlich für eine digitale Gesellschaft.
[…]
Eine andere aktuelle Debatte dreht sich um die Sperrung des Portals youtube.com, weil dort rechtsextreme Videos zu sehen sind. Wie lange wird es solche Debatten um die Sperrung des Web 2.0 noch geben?

Es wird ziemlich spannend, wenn die Politiker mitbekommen, dass es noch andere Seiten als Youtube gibt. Dieses Thema nutzen die Politiker gerne, um sich als Ruhe- und Ordnungsstifter zu präsentieren. Wenn die Nazivideos bei Youtube gelöscht werden, dann tauchen sie an 30 anderen Stellen wieder auf. Will man das nachhaltig zensieren, ist man ziemlich schnell da, wo Staaten wie Saudi-Arabien, China oder Tunesien schon sind. Da wird eine hohe Mauer um das Internet gezogen und nur noch das erlaubt, was harmlos ist, anstatt Meinungsvielfalt und Freiheit zuzulassen.

Gut gefallen mir auch die beiden Kommentare „Volk 1.0“ mit

Stasi 2.0? Nein, ganz einfach Volk 1.0, Standardausgabe. Wer in der Zeitung über seine Nachbarn lesen will, was sie für sexuelle Gepflogenheiten haben oder wie gemeinschaftsfeindlich sie sich der unkorrekten Mülltrennung schuldig machen, der hat wenig Skrupel, was einen starken, schützenden Staat angeht.
Vielleicht täte eine Kampagne gut, die diesem Schlag von Blockwarten klarmacht, dass die Grundlage ihrer Häme darin besteht, dass niemand etwas über sie selbst herausfindet.

und besonders Alte Männer mit Kugelschreibern, in dem nochmal auf unser Lieblings-Politiker-Video angespielt wird. Auch hier möchte ich Euch ein kleines Schmankerl nicht vorenthalten:

Machen wir uns nichts vor: In den vergangenen Jahren ist, nicht nur in Deutschland, eine gefährliche Parallelgesellschaft entstanden. Eine Gegen­gesellschaft von alten Männern, die sich kurz nach Erfindung des Kugelschreibers vom technischen Fortschritt abgekoppelt haben. Reaktionär, dogmatisch, unbelehrbar – und auch noch mächtig stolz darauf.
[…]
Natürlich, sie werden uns belagern. Doch wir haben aus der Geschichte gelernt. Wenn es eines Morgens klingelt, und vor der Tür steht ein Pferd aus Holz und aus seinem Innern hallt dumpf eine Stimme: »Tach, mein Name is’ Spezialagent Schulz. Bitte führn Se mich zu Ihrn Kompjuta!« – dann bedanken wir uns höflich für den Besuch und machen die Tür wieder zu.

Ich hab erstmal mein Jungle-World-Abo erneuert. Print ist schließlich noch lange nicht tot und tuts auch inna Badewanne…

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NetzverbessererInnen und BarCamp-Video

Im Nachgang zu meinem BarCamp-Beitrag hier kurz zwei aktuelle News:

Seit -heute- gestern ist die Plattform der Netzverbesserer Online. Anstoß waren ein Blogeintrag von Gernot sowie die entsprechende Session beim BarCamp. Die Plattform läuft ebenfalls über die Alpha-Version von mixxt, und hat mittlerweile bereits 23 (!?) Mitglieder. Praktischerweise können alle, die sich beim BarCamp bereits über mixxt angemeldet haben, ihr Login einfach auch hierfür verwenden. Nachfolgend der Info-Text der Netzverbesserer und -verbesserinnen:

Immer mehr hat es den Anschein, als passten die schöne neue Welt des Web 2.0 und die Politik nicht zusammen. Die anarchisch geprägte Netzkultur dehnt sich in immer mehr Bereiche unseres Alltags aus, und trifft dort immer öfter auf ahnungslose Politiker und Meinungsbildner, deren Aktionismus meist weit mehr Schaden anrichtet als nützt.

Die Forenhaftung, die Abmahngesetze, der „Hackerparagraph“, und die Vorratsdatenspeicherung sind leider nur wenige Beispiele in einem ganzen Fundus von halbgaren Entscheidungen, mit denen die Netzgemeinde zu leben hat. Hier sollen Ideen gesammelt werden, wie diese Situation verbessert werden kann. Wie die Stimmen, die im Netz sowohl von Benutzer- als auch von Unternehmensseiten kommen, im „richtigen Leben“ endlich Gehör finden können. Diese Initiative möchte einen Platz für diejenigen bieten, die sich engagieren wollen. Es soll ein Forum zur Sammlung von Informationen und Ideen sein, und eine Plattform um Erfahrungen auszutauschen.

Diese Initiative soll da ansetzen, wo die „etablierten“ Stimmen der Netzgemeinde scheitern. Sie ist kein neuer Verein, keine „Dachorganisation“, sondern will ein verbindendes Element sein, das die vorhandenen Ressourcen nutzt. Was dafür zu tun ist, ist Thema der Diskussionen hier.

Wir stehen noch am Anfang eines dringend nötigen Prozesses. Die Ideen sind jung und noch formbar. Zwei Dinge stehen jedoch fest: Wir brauchen bessere Information derjenigen, die sich engagieren wollen. Und eine bessere dezentrale Vernetzung. Beides wollen die „Netzverbesserer“ bieten.

Zweite schöne Nachricht: Das BarCamp-Video vom Elektrischen Reporter ist ebenfalls ready2use. Have a look and feel free to share, die Videos sind unter der freundlich-frischen CC BY-NC-SA lizenziert.

Außerdem: Fotos bei ipernity, flickr, sevenload. Check it out.

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Let’s did it…

Ich hab’s endlich auch getan! Nämlich die Sammelklage gegen die Vorratsdatenspeicherung unterzeichnet. Das war ganz einfach: Auf www.vorratsdatenspeicherung.de findet ihr neben einer Menge Infos und Diskussionsgrundlagen über die VDS auch ein Formular. Dieses füllt ihr zunächst Online aus und registriert euch so als UnterzeichnerIn der Klage. Soweit, sogut, diesen Schritt haben bereits über 17.000 Menschen vor Euch getan. Zusätzlich müsst ihr aber noch ein Formular (also eine Vollmacht an den zuständigen Rechtsanwalt) ausdrucken, unterschreiben und per Post verschicken. Und daran scheinen die meisten zu scheitern. Dass das garnicht sooo schwierig ist, zeigt euch dieses Video von Wortfeld:

Aufraffen from wortfeld and Vimeo.

Und jetzt: Bitte aktiv werden und aufraffen! Unterschreibt gegen die Vorratsdatenspeicherung und ihr werdet sehen, dass ein Medienbruch auch mal gut(es) tut!

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Unter: Netzpolitik, No Future     Ein Kommentar    

Was war nochmal dieses Internet?

Die Woche begann mit einem lustigen Video, in dem PolitikerInnen mit ihrem Wissen über IT und Internet glänzten. Ups, gleich zwei Lügen in einem Satz: Zum einen ist das Video nur auf den ersten Blick lustig und auf den zweiten eher erschreckend. Zum anderen kann hier von Wissen wirklich nicht die Rede sein, wohlwollend betrachtet ggf. von gefährlichem Halbwissen. Aber seht selbst:


Link: sevenload.com

Und eben diese Politiker hatten dann im Laufe der Woche einige Entscheidungen zu fällen, die sich direkt auf unsere Internet- und Computergewohnheiten auswirken.

Das Urheberrecht soll an das digitale Zeitalter angepasst werden. Schönes Vorhaben. Dass ist ja auch in unserem Interesse. Die Ergebnisse sind allerdings, wie erwartet, alles andere als erfreulich. Alles weitere dazu findet ihr im Überblick mit Pressespiegel sowie in den ausführlichen Hintergrundinfos bei Netzpolitik.

Heute hat dann der Bundesrat den so genannten Hacker-Paragraphen entgegen großer Bedenken von Experten durchgewunken. Problematisch an diesem Paragraphen (202c StgB) ist, dass die dadurch kriminalisierten „Hacker-Tools“ auch Systemadministratorinnen, Programmierern und Beratern dazu dienen, Netzwerke und Endgeräte auf Sicherheitslücken zu prüfen. In der Folge machen sich zukünftig Wissenschaftlerinnen und ITler beim Ausüben ihrer Tätigkeiten strafbar und können nur auf die Gunst der Richter hoffen. Presseüberblick ebenfalls bei Netzpolitik. Der Chaos Computer Club liefert gleich die passende Antwort darauf:

bluemchenwiese.jpg

Kurz gefasst lässt sich sagen, dass hier mal wieder Menschen über Dinge entscheiden, von denen sie keine Ahnung haben bzw. deren Auswirkungen sie garnicht beurteilen können. Und langsam wird der Ruf aus der Online-Welt nach Aufklärung und Bewusstseinswandel immer lauter. Unter anderen haben sich Gernot und Kai der Thematik bereits ausführlich angenommen, von Gernot kam heute sogar ein Vorschlag für eine entsprechende Initiative. Da wird bereits fleißig diskutiert, ich finde die Idee prinzipiell gut, aber sicher nicht so einfach umzusetzen. Deswegen gibts beim BarCamp Cologne 2 auf jeden Fall eine Session und viel Gesprächsbedarf zu diesem Thema.

Nach den ganzen deprimierenden Nachrichten hier noch ein erfrischend anderes Video zum Wochenende. Denn die Rettung aus dieser Misere kann wohl wieder nur aus Indien kommen. Und immer dran denken: Ein Browser ist ein Browser ist ein Browser. Alles klar?

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Unter: Netzpolitik     Ein Kommentar    

Kreativ gegen die Vorratsdatenspeicherung

Heute wird im Bundeskabinett über die Vorratsdatenspeicherung diskutiert. Schleichend etabliert sich bei uns der Überwachungsstaat a la 1984 und unser großer Bruder Schäuble beschützt uns vor allem Bösen. Bei Netzpolitik gibt es einen netten Aufruf zur Kreativität gegen diese Einschränkung der Bürgerrechte und einige Hinweise auf bereits umgesetzte Ideen nach dem Motto Stasi 2.0. Mir mangelt es gerade an Zeit und Kreativität, aber vielleicht fällt euch ja noch was ein. Informiert euch, redet darüber, bloggt darüber, get creative… Die Wikipedia gibt ausführlichere Hintergrundinformationen und auch beim Aktionsbündnis Stoppt die Vorratsdatenspeicherung findet ihr Links und und Tips dazu, was ihr selber dagegen tun könnt. Pssst, hab ich das jetzt gesagt oder nur gedacht?

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Stadt Linz sagt JA zu freien Lizenzen

Gestern wurde im Linzer Gemeinderat einstimmig beschlossen, dass die Stadt und ihr angehörige Unternehmen zukünftig bei Werken jeglicher Art zu prüfen haben, ob sie diese nicht unter eine freien Lizenz (z.B. Creative Commons!!) veröffentlichen können. Außerdem
wird ein Konzept zur Berücksichtigung der erhöhten Förderwürdigkeit von Werken, die unter einer freien Lizenz veröffentlicht werden, entwickelt. Für mehr Infos zum Antrag, hier klicken.

Initiiert hat das ganze die Truppe um „Freie Netze. Freies Wissen.“ im Rahmen der Kulturhauptstadt Linz 2009. Da kann ich nur sagen: Herzlichen Glückwunsch! Aus unerfindlichen Gründen konnte sich Köln nicht als Kulturhauptstadt 2010 durchsetzen. Ob so ein Fortschritt hier möglich wäre, wage ich zu bezweifeln. Aber einen Versuch wär es wert! CC-Usergroup, wir haben einen Auftrag.

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